Die Schweizer Börse hat auf dem Tagestief schwächer geschlossen. Der Leitindex Swiss Market Index (SMI) verlor 1,13 Prozent auf 5386 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) sank um 1,20 Prozent auf 4880 Punkte. An den wichtigsten europäischen Aktienmärkten gaben die Kurse in ähnlichem Umfang nach.

Vor allem anhaltende Sorgen um eine Rezession der Weltwirtschaft sowie über die weitere Entwicklung in der Eurokrise hätten die Aktienmärkte belastet, hiess es im Handel. Vor allem anhaltende Sorgen um eine Rezession der Weltwirtschaft sowie über die weitere Entwicklung in der Eurokrise hätten die Aktienmärkte belastet, hiess es im Handel.

Zudem habe auch der Thanksgiving-Day-Feiertag an der Wall Street vom Donnerstag für etwas Zurückhaltung gesorgt. So wurden in der Regel konjunktursensitive Titel und Finanzwerte verkauft; auch die deutlichen Abgaben in den Werten des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé drückten auf den Leitindex.

Chinesische Industrie schwächer

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Für weitere Sorgen um die Entwicklung in der Eurokrise habe die überraschend schwach ausgefallene Auktion zehnjähriger deutscher Staatsanleihen gesorgt, hiess es. Zudem hat die EU-Kommission nun offiziell die Einführung der von der deutschen Bundeskanzlerin Merkel weiter abgelehnten Eurobonds vorgeschlagen.

Auch aus der Konjunktur kamen überwiegend negativ aufgenommene Nachrichten. So hatte sich die Stimmung der chinesischen Einkaufsmanager in der Industrie im November deutlich eingetrübt. Darüber hinaus waren im September die Auftragseingänge der Industrieunternehmen in der Eurozone unerwartet deutlich zurückgegangen.

Neue US-Konjunkturdaten hatten hingegen kein klares Bild geliefert.

Logitech verlieren 3,5 Prozent

Vor allem zyklische Titel verzeichneten deutliche Verluste. Besonders stark sanken die Kurse der Aktien von Logitech (-3,5 Prozent), Kühne + Nagel (-3,0 Prozent) und Holcim (-2,4 Prozent). Die Papiere des Industriekonzerns ABB (-1,6 Prozent), des Warenprüfers SGS (-1,5 Proeznt) und des Personalvermittlers Adecco (-1,4 Prozent) reihten sich in die Reihe der Verlierer ein.

Auch Finanztitel gaben deutlich nach. Hier erlitten vor allem die Aktien von Versicherern wie Zurich Financial Services (-2,7 Prozent), Swiss Life (-2,5 Prozent), Bâloise (-2,2 Prozent) und Swiss Re (-1,9 Prozent) Verluste.

Bei den Bankentiteln verloren die UBS-Papiere mit 2,0 Prozent am meisten, gefolgt von Credit Suisse und Julius Bär mit je -1,7 Prozent. Die Bankbranche wurde vom anstehenden Stresstest durch die US-Notenbank zusätzlich belastet.

Schwergewichte im Minus

Die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (-1,7 Prozent) sowie der Pharmariesen Novartis (-0,4 Prozent) und Roche (-0,2 Prozent) schlossen ebenfalls tiefer.

Zu den wenigen Gewinnern gehörten die Aktien von Transocean und Givaudan (je +0,3 Prozent).

(tno/sda)