Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag unverändert aus dem Handel gegangen. Mit der Eröffnung der US-Börsen konnte der SMI - ähnlich wie die führenden Börsen in Europa - seine früheren Verluste abbauen. Händler machten unisono die Wall Street für den vergleichsweise versöhnlichen Handelsschluss verantwortlich. Der Schweizer Markt orientiere sich derzeit stark an den US-Börsen.

Zudem sorgten die jüngsten Daten aus den USA für steigenden Optimismus, dass die US-Wirtschaft nach dem eher verhaltenen dritten Quartal wieder deutlicher wachse. Das mache zwar eine Zinswende im Dezember wahrscheinlicher, gleichzeitig seien Händler aber zuversichtlicher, dass die grösste Wirtschaft der Welt stark genug sei, um den negativen Folgen stand zu halten.

UBS-Aktie belastet den SMI

Der Swiss Market Index (SMI) schloss um 0,01 Prozent tiefer bei 8'935,50 Punkten. Die mit Abstand grössten Verluste erlitten die Aktien der UBS mit einem minus von 4,3 Prozent. Die Grossbank hatte am Morgen die Ergebnisse für das dritte Quartal publiziert und gleichzeitig diverse Änderungen im Top-Management verkündet.

Aufgrund von Sonderfaktoren erzielte die Bank einen hohen Gewinn. Operativ blieb sie dagegen im Rahmen der Erwartungen, wobei die Vermögensverwaltung eher schwächer, das Investmentbanking dafür besser als erwartet abschnitt. In Analystenkreisen wurde unter anderem die Performance im Vermögensverwaltungsgeschäft bemängelt.

Auch Credit Suisse unter Druck

Die Aktien der Credit Suisse (-1,9 Prozent) wurden in Sippenhaft genommen. Auf die Nachricht, dass Christoph Brunner, Leiter des Private Banking und Wealth Management in der Schweiz, geht, reagierten die Titel nicht. Mit einem deutlichen Plus schlossen Transocean (+5,1 Prozent), die schon am Vortag klare Tagessieger waren. Grössere Gewinne verzeichneten ausserdem Givaudan (+1,5 Prozent) sowie die beiden Uhrenhersteller Richemont (+1,4 Prozent) und Swatch (+1,2 Prozent).

(sda/mbü)