Die Schweizer Börse hat am Montag nach einem leichteren Start eine Spur fester tendiert. Die Kursänderungen fielen vergleichsweise gering aus. Die Vorgaben aus Fernost seien gut, aber vor der Veröffentlichung der vielen Firmenabschlüsse im Laufe der Woche wollten sich die Anleger nicht unnötigen Risiken aussetzen. «Die Gefahr negativer Überraschungen ist gross», sagte ein Händler.

Der SMI notierte mit 8693 Punkten um 0,1 Prozent höher. Am Freitag war der Leitindex um 0,1 Prozent gestiegen.

Fed im Fokus

Neben den Firmenergebnissen warten die Marktteilnehmer weiterhin auf Hinweise über den Zeitpunkt der Zinswende in den USA. Erste Aufschlüsse erhoffen sie sich von der Rede des Fed-Präsidenten von Atlanta, Dennis Lockhart, am Montagnachmittag. Spekulationen auf eine Verschiebung der US-Zinswende hatten die Märkte in der Vorwoche unterstützt.

Das Geschäft verlief laut Händlern in weitgehend ruhigen Bahnen. Bis auf die Anteile des Erdölbohrplattformbetreibers Transocean, die wegen des höheren Ölpreises um 2,4 Prozent stiegen, muteten die Kurse meist etwas zufällig an, sagten Händler.

Nestlé leicht im Minus

Die Kurse der beiden Pharmariesen Novartis und Roche zogen leicht an und zeigten damit Ansätze einer minimalen Erholung von den Einbussen zum Wochenschluss.

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Die Aktien von Nestle ermässigten sich um 0,1 Prozent. Der Nahrungsmittelriese wird am Freitag den Umsatz für die ersten neun Monate veröffentlichen.

Neuer Finanzchef bei LafargeHolcim

Um 0,3 Prozent tiefer gehandelt wurden die Aktien von LafargeHolcim. Der Zementkonzern wechselt nur drei Monate nach der Fusion von Lafarge und Holcim den Finanzchef aus. Thomas Aebischer verlasse das Unternehmen, teilte der Konzern mit. Seine Nachfolge übernimmt am 1. Dezember Ron Wirahadiraksa. Der 55jährige Niederländer ist Finanzchef des niederländischen Elektronikkonzerns Philips, der sein Geschäft in den vergangenen Jahren stark umgebaut hat. Der Wechsel komme überraschend, kommentierte die Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Die Anteile der Banken Credit Suisse und UBS wurden um ein halbes Prozent fester gehandelt. Mit Spannung warteten die Anleger darauf, welche Ergebnisse die US-Konkurrenten im Laufe der Woche veröffentlichen. JPMorgan macht am Dienstag den Anfang. Am Mittwoch folgt die Bank of America und am Donnerstag sind Goldman Sachs und Citigroup an der Reihe.

Lindt & Sprüngli unter Druck

Bei den Versicherungen waren Zurich um 0,3 Prozent tiefer bei 257,90 Franken. Jefferies hat das Kursziel auf 284 von 304 Franken gesenkt.

Am breiten Markt stachen die Aktien von Comet mit plus vier Prozent heraus. Der Titel der Technologiefirma hole damit einen Teil der Verluste der vergangenen Sitzungen auf, hiess es.

Die Aktien und Partizipationsscheine von Lindt & Sprüngli verloren ein Prozent. UBS hat die Empfehlung für den Schokoladehersteller auf «Neutral» von «Buy» gesenkt.

Basilea stiegen ein halbes Prozent. Die kanadische Behörde Health Canada hat das von der Biotechnologiefirma entwickelte Antibiotikum Zevtera zur Behandlung von bakterieller im Spital erworbener Lungenentzündung für Patienten ab 18 Jahren zugelassen.

(reuters/dbe/hon)