Die Schweizer Börse hat am Donnerstag zugelegt. Die Erholung des Ölpreises sowie positive Vorgaben von der Wall Street und aus Asien schoben laut Händlern die Kurse an. Die grossen Ölexportländer hatten sich am Vortag in Algier auf eine Förderkürzung geeinigt, was den Ölpreis steigen liess. Der SMI kletterte um 0,5 Prozent auf 8261 Zähler. Am Mittwoch hatte der Leitindex um 0,6 Prozent zugelegt.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien des Maschinenbauers von Meyer Burger, die nach Ankündigung eines weiteren Sparprogramms bei anziehenden Umsätzen um 4,2 Prozent auf 3,49 Franken stiegen. Der Zulieferer für die Solarenergieindustrie will weitere 50 Millionen Franken einsparen und rund 16 Prozent seiner Belegschaft abbauen. Dies sei ein «proaktiver Schritt», schrieb die Bank Vontobel.

Credit-Suisse-Aktie im Plus

Bei den Standardwerten gewannen die Aktien von Credit Suisse rund zwei Prozent. Im Streit um Tricksereien am US-Immobilienmarkt verhandelt die Grossbank einem Medienbericht zufolge mit dem US-Justizministerium über eine aussergerichtliche Einigung. Ein Deal des Instituts mit der Behörde sei binnen Wochen möglich, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Auch das britische Geldhaus Barclays führe dazu Gespräche. Zur Höhe einer möglichen Zahlung äusserten sich die Insider nicht.

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Die Papiere des Rivalen UBS rückten um 0,7 Prozent vor. Auf einer Investorenkonferenz der Bank of America sagte Konzernchef Sergio Ermotti, im dritten Quartal hätten die Verunsicherung der Kunden und die gedämpften Transaktionvolumina angehalten. Die Bank wolle an ihrer Kapitalrückführungspolitik festhalten.

Zykliker mit Gewinnen

Während die Aktien der als wenig konjunktursensitiven Pharmariesen Novartis und Roche sowie des Lebensmittelkonzerns Nestle mit einem Kursplus von je 0,3 Prozent dem Markt hinterherhinkten, verbuchten Anteile zyklischer Firmen zum Teil kräftige Gewinne. Der Titel des Zementkonzerns LafargeHolcim stieg um 1,5 Prozent und der Maschinenbauer Sulzer gewann drei Prozent. Die Aktien des Personalvermittlers Adecco, des Elektrotechnikkonzerns ABB und des Chemikalienherstellers Clariant rückten gegen ein Prozent vor.

Die Anteile von Actelion legten 0,6 Prozent zu. Die Biotechnologiefirma startet eine Studie zu einer Kombinationstherapie mit Ponesimod und Dimethylfumarat zur Behandlung von Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose. Es handle sich um das erste ausschliesslich auf oralen Therapien beruhende Behandlungskonzept der neurologischen Erkrankung.

Wichtiger Erfolg für Goldbach

Am breiten Markt fielen die Papiere der Goldbach Media Group mit einem Anstieg von knapp zwei Prozent auf. Die Mediengruppe hat den Vertrag mit SevenOne Media um mehrere Jahre verlängert. Goldbach vermarktet damit weiterhin die deutschen TV-Sender Sat.1 und ProSieben in der Schweiz. Dies sei «beinahe von existenzieller Bedeutung» für Goldbach, schrieb die ZKB. Mit TV-Werbung erzielt Goldbach rund 70 Prozent der Umsätze.

(awp/mbü)

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