Die Schweizer Börse hat am Montag den Aufwärtstrend vom Freitag fortgesetzt. Spekulationen auf eine später als erwartete Zinserhöhung in den USA stimmten die Anleger zuversichtlich, sagten Händler. Das Geschäft verlaufe in ruhigen Bahnen. «Und daran wird sich wohl nicht viel ändern», sagte ein anderer Marktteilnehmer. In den USA bleiben die Börsen wegen des Labour-Day-Feiertags geschlossen. Bankaktien konsolidierten den jüngsten Anstieg.

Der SMI stieg um 0,2 Prozent auf 8307 Punkte. Am Freitag war der Leitindex um 1,9 Prozent gestiegen. Bis auf die drei Bankwerte Credit Suisse, Julius Bär und UBS legten alle Standardwerte zu. Die Kurse der drei Banken sanken um rund ein halbes Prozent.

Geldhäuser würden von Zinsschritt profitieren

«Banken waren zuletzt auf Aufholjagd», sagte ein Händler. Sie gälten als kursmässig zurückgeblieben. Geldhäuser würden von einer Zinserhöhung profitieren, da höhere Zinsen auch höhere Erträge und bessere Margen bedeuten, hiess es am Markt. Der am Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht war weniger gut als erwartet und hatte die Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung in der weltgrössten Volkswirtschaft gedämpft.

Den grössten Kursgewinn verbuchte der Genussschein von Roche mit 0,4 Prozent. Rivale Novartis gewann trotz guter Mitteilung nur 0,1 Prozent. Das Medikament Ultibro Breezhaler war in einem direkten Vergleich bei der Behandlung der Lungenerkrankung COPD wirksamer als das GlaxoSmithKline-Medikament Seretide. Das ergab nach Angaben des Unternehmens die Auswertung einer Phase-III-Studie.

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Solider Abschluss der Helvetia

Mit den Papieren des Lebensmittelriesen Nestlé und der Telekommunikationsfirma Swisscom waren Anteile zweier ebenfalls als krisenresistent geltender Firmen höher. Bei den wenig veränderten Versicherungsaktien ragten Helvetia mit einem Kursgewinn von zwei Prozent heraus. Der Versicherungskonzern hat den Reingewinn im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf 186,1 Millionen Franken gesteigert. Analysten bezeichneten den Abschluss als solide.

Aktien zyklischer Firmen tendierten mehrheitlich freundlich. ABB, Clariant und Geberit rückten um 0,3 Prozent vor. Am breiten Markt verhalfen Kaufempfehlungen der Credit Suisse den Aktien des Bankensoftware-Herstellers Temenos und des Vermögensverwalters EFG International zu einem kräftigen Kursgewinn. Die Anteile des Derivat-Hauses Leonteq sackten nach einer Verkaufsempfehlung der Credit Suisse um 3,5 Prozent ab.

(reuters/mbü/ama)