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Zögerlich
Schweizer Börse startet unentschlossen

SMI: Guter Start in Handelswoche erwartet. Keystone

Der SMI ist kaum verändert in die neue Woche gestartet. Die Anleger greifen nur zögerlich bei Aktien zu. Ein Grund dafür liegt in den USA.

Veröffentlicht am 10.08.2015

Die Schweizer Börse hat am Montag wenig verändert tendiert. Zwar sorgen die Erholung an den chinesischen Börsen und der anziehende Dollar für Unterstützung. Doch die Anleger griffen nur zögerlich zu, sagte ein Händler.

Die Spekulationen um eine baldige Zinsanhebung in den USA stärke den Dollar zum Franken und die US-Devise könnte in den nächsten Wochen auf Parität steigen. Zudem habe der Euro angezogen. «Für die Schweiz sieht es nicht schlecht aus», sagte ein Börsianer. Ein schwächerer Franken macht die Waren von Schweizer Firmen im Ausland günstiger und damit konkurrenzfähiger.

Der SMI notierte mit 9416 Punkten um 0,1 Prozent höher. Am Freitag hatte der Leitindex ein halbes Prozent nachgegeben.

US-Geldpolitik im Fokus

Wegen der sich dem Ende zuneigenden Bilanzsaison sind Neuigkeiten von Firmenseite rar. Im Mittelpunkt des Interesses steht weiterhin die US-Geldpolitik. Am Freitag brachte die US-Arbeitsmarktstatistik nicht die erhoffte Klarheit, ob die Notenbank Fed die Zinswende bereits im September einleitet oder doch erst im Dezember.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) denkt über weitere Eingriffe zur Schwächung des Franken nach. «Wenn es aus geldpolitischer Sicht notwendig wird, sind wir bereit zu intervenieren», sagte Fritz Zurbrügg, Vizepräsident des SNB-Direktoriums, in einem Interview der Zeitung «Finanz und Wirtschaft» (Samstagsausgabe). Zurbrügg nannte den Franken «stark überbewertet».

Meyer Burger stark gefragt

Die Anleger konzentrierten sich auf ausgesuchte Werte. Im breiten Markt stiegen die Aktien von Meyer Burger um vier Prozent. Die Photovoltaik-Firma EcoSolifer hat bei dem Solarindustrie-Zulieferer Solarmodul-Produktionsanlagen für rund 29 Millionen Franken bestellt. Damit müsste es Meyer Burger gelingen die Gewinnschwelle zu erreichen, sagten Händler.

Bei den Standardwerten hielten sich Gewinner und Verlierer die Waage. Die Kursausschläge bewegten sich mit Ausnahme von Transocean im Bereich von einem halben Prozent. Die Anteile der Ölplattform-Unternehmen sanken um 1,6 Prozent. «Die Aktie bewegt sich meist parallel zum Ölpreis », sagte ein Händler.

Zyklische Titel uneinheitlich

Die Finanzwerte tendierten meist fester. Credit Suisse allerdings sanken um 0,5 Prozent. Die Titel der als krisensicher geltenden Pharmakonzerne Novartis und Roche sowie des Lebensmittel-Produzenten Nestle waren gehalten.

Die Anteile zyklischer Firmen zeigten sich uneinheitlich. Geberit und Syngenta legten zu, ABB, LafargeHolcim und Sulzer gaben leicht nach. Die Aktien von Adecco schwächten sich am Tag vor dem Quartalsbericht um 0,2 Prozent ab.

(reuters/chb/ama)

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