Der Schweizer Aktienmarkt ist nach dem Nein des griechischen Volkes zu den Sparplänen der Geldgeber des hochverschuldeten Landes tiefer in die neue Woche gestartet. Die Anleger haben aber das Resultat des Urnengangs schnell weggesteckt, so dass sich die anfänglich hohen Kursverluste schnell wieder reduzierten.

Geholfen hat dabei der Umstand, dass der Schweizer Franken sich gegenüber dem Euro wider Erwarten aufgewertet hat. Stützende Wirkung entfalteten zudem die Index-Schwergewichte Nestlé (+0,3 Prozent), Roche (+0,1 Prozent) und Novartis (-0,1 Prozent), deren Börsenkapitalisierung im Tagesverlauf wieder deutlich stieg.

SMI holt Verluste wieder auf

Der Swiss Market Index (SMI) büsste am Montag 0,56 Prozent auf 8862,78 Punkte ein, wobei das Börsenbarometer im frühen Handel um 1,3 Prozent abgesackt war. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gab 0,60 Prozent auf 8992,71 Punkte. Von den 30 wichtigsten Aktien schlossen immerhin deren sechs mit einem Kursplus.

Anzeige

Allen voran verloren die Aktien der Finanzbranche an Wert; sie litten Händlern zufolge unter den sich ergebenden möglichen Turbulenzen an den Finanzmärkten. Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse (-2,1 Prozent) und UBS (-2,5 Prozent) schlossen deutlich tiefer, ebenso jene von Julius Bär (-2,8 Prozent).

Schwache Konjunkturtitel

Herbe Kursverluste musste der Biopharmakonzerns Actelion (-1,8 Prozent) hinnehmen. Grössere Abgaben waren auch bei verschiedenen Aktientiteln zu sehen, deren Wert stark mit dem Konjunkturverlauf korreliert. So gaben die Wertpapiere des Personalvermittlers Adecco 2,6 Prozent, jene des Luxusgüterkonzerns Richemont 1,6 Prozent und jene des Zementkonzerns Holcim 1,4 Prozent nach.

Einen Kursverlust verzeichnete auch der Agrarchemie- und Saatgutkonzern Syngenta (-1,4 Prozent), nachdem der Konzernchef des übernahmewilligen Konkurrenten Monsanto in einem Interview Zurückhaltung gezeigt hatte. Monsanto sei erst nach einer Due-Diligence-Prüfung bereit, das Übernahmeangebot für Syngenta zu erhöhen, sagte Hugh Grant.

(sda/ise)