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Schweizer Fondsmarkt hat Schwindsucht

Schweizer Fondsmarkt: Im Juni sind die Anlagefonds in der Schweiz geschrumpft. Keystone

Das Gesamtvermögen der Anlagefonds in der Schweiz ist seit Monaten erstmals wieder rückläufig. Netto verlor die Branche im Berichtsmonat Mittel im Volumen von 2,3 Milliarden Schweizer Franken.

Veröffentlicht am 20.07.2016

Verantwortlich für die seit Monaten erstmals wieder rückläufigen Gesamtvermögen der Schweizer Fonds sind die Einbussen an den Börsen. Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds sank im Vergleich zum Vormonat um rund 17 Milliarden Schweizer Franken beziehungsweise um 1,9 Prozent auf 877 Milliarden Schweizer Franken ab. In den drei Monaten davor hatte das Gesamtvermögen deutlich zugenommen.

Netto verlor die Branche im Berichtsmonat Mittel im Volumen von 2,3 Milliarden Schweizer Franken, teilt die Swiss Funds & Asset Management Association (SFAMA) mit. Für den Rückgang des Fondsmarkt-Volumens seien die markanten Einbussen an den europäischen Aktienbörsen und die Erstarkung des Schweizer Frankens im Berichtsmonat verantwortlich.

Aktienfonds verloren am meisten

Am meisten Gelder verloren dabei Aktienfonds (-2,24 Milliarden), Anlagestrategiefonds (­685,7 Millionen) und Alternative Anlagen (-321,4 Millionen). Einen Zufluss an Neugeldern verzeichneten Obligationenfonds (691,8 Millionen Schweizer Franken), gefolgt von Rohstofffonds (150,7 Millionen) und Geldmarktfonds (129,1 Millionen).

In der Reihenfolge der beliebtesten Anlagekategorien gab es derweil keine Veränderungen: Auf Aktienfonds entfielen 39,9 Prozent (Vormonat 40,9 Prozent), auf Obligationenfonds 32,6 Prozent (32 Prozent), auf Anlagestrategiefonds 12,2 Prozent (12,1 Prozent) und auf Geldmarktfonds 7,3 Prozent (7,2 Prozent).

Die Top-10-Anbieter waren UBS (Marktanteil: 26,1 Prozent/Vormonat: 26 Prozent), Credit Suisse (16,1/16,2 Prozent), Swisscanto (9,2/9,1 Prozent), Pictet (5,8/5,7 Prozent), BlackRock (4,9/4,9 Prozent), GAM (3,4/3,3 Prozent), Lombard Odier (2,5/2,5 Prozent), Vontobel (1,5/1,5 Prozent), JP Morgan (1,5/1,4 Prozent) und Zurich (1,5/1,5 Prozent), wie der Statistik weiter zu entnehmen ist.

(awp/chb/ama)

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