Die Schweizer Börse zeigt sich am Mittwoch in der Eröffnungsphase schwächer – und rutscht zum ersten Mal seit zwei Monaten unter 9000 Punkte. Nach den deutlich tieferen Notierungen am Vortag – vor allem im Zuge von Sorgen über den Gang der US-Wirtschaft – konsolidiert der Markt somit weiter. Die negativen Vorgaben aus New York würden belasten, so Marktanalytiker. Zudem halte Griechenland die Märkte weiterhin im Bann.

Der Swiss Market Index (SMI) sinkt bis um 9.30 Uhr um 0,54 Prozent auf 8'975,44 Punkte. Der 30 Titel umfassende, in der Titelgewichtung gekappte Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,46 Prozent auf 1'342,50 und der marktbreite Swiss Performance Index (SPI) um 0,47 Prozent auf 9'132,69 Stellen. Von den 30 wichtigsten Aktien notieren 21 im Minus, sechs im Plus und drei unverändert. Aus charttechnischer Sicht erwarten die Experten der Zürcher Kantonalbank den SMI in den kommenden Tagen leicht tiefer. Auf nächste Unterstützung stösst der Leitindex bei 8'820 Punkten.

Transocean als grosser Verlierer

Die bisher grössten Kurseinbussen unter den SMI-/SLI-Titel verzeichnen die Aktien des Ölbohrplattform-Unternehmens Transocean (-2,2 Prozent), die am Vortag sowohl hierzulande als auch im US-Handel deutlich angezogen hatten. Das Unternehmen publiziert am (heutigen) Mittwoch nachbörslich die Erstquartalszahlen. Angesichts des Ölpreiszerfalls wird mit einem schlechten Zwischenabschluss gerechnet.

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Verkauft werden weiterhin die Pharma-Valoren. So verlieren Actelion (-2,1 Prozent), Novartis (-1,0 Prozent) und Roche (-0,8 Prozent), wobei vor allem die beiden Schwergewichte den Leitindex belasten. Nestlé (-0,1 Prozent) als drittes Schwergewicht hält sich besser. Für die Actelion-Aktie hat Kepler Cheuvreux die Einstufung auf «Hold» zurückgenommen; hingegen wurden die Novartis-Titel neu auf die «Top Picks»-Liste gesetzt.

UBS wieder im Minus

Im Finanzsektor verlieren UBS (-1,3 Prozent) nach den deutlichen Gewinnen des Vortages im Zuge von besser als erwarteten Zahlen. CS (-0,1 Prozent) halten sich besser. Weitere grössere Verlierer sind Givaudan (-1,3 Prozent) sowie die konjunkturabhängigen Kühne+Nagel (-0,7 Prozent) oder Adecco (-0,5 Prozent). Syngenta korrigieren ebenfalls weiter (-0,7 Prozent).

Gegen den Trend legen Bâloise (+2,9 Prozent auf 118,80 Franken) deutlich zu. Nachdem die Versicherungstitel am Vortag ex-Dividende gehandelt wurden und zudem unter einer Branchenstudie gelitten hatten, profitieren sie nun von einer Neueinstufung durch die Berenberg-Experten. Sie haben ihre Empfehlung für die Titel auf «Buy» erhöht und nennen ein Kursziel von 130 Franken. Weiter gesucht sind unter anderem Swiss Life und ABB (je +0,4 Prozent).

 

— Pascal Meisser (@PMeisser) 6. Mai 2015

 

(awp/ise/hon)