Positive Vorgaben von der Wall Street dürften der Schweizer Börse heute Auftrieb geben. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,1 Prozent höher mit 7996 Punkten. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsstart um 0,15 Prozent fester auf 7995 Zählern.

Die US-Märkte hatten am Donnerstag nach dem Handelsschluss in Europa die Kursgewinne ausgebaut. Die Marktteilnehmer hatten weltweit die Äusserungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke, dass die US-Notenbank noch nicht so bald aus der Politik des billigen Geldes aussteigt, mit Erleichterung aufgenommen. Bernanke hatte erklärt, eine ultralockere Geldpolitik sei auch auf absehbare Zeit erforderlich.

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Mit Spannung erwartet werden am frühen Nachmittag die Quartalsberichte der US-Banken JPMorgan und Wells Fargo. Davon erhoffen sich die Marktteilnehmer Aufschluss über die Entwicklung der Finanzbranche. Diese können die Kurse der Grossbanken Credit Suisse und UBS stärker beeinflussen.

Schweizer Unternehmen als Käufer aktiv

Die deutschen Töchter der UBS sind im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung Ziel von Razzien gewesen. Eine UBS-Sprecherin bestätigte die Durchsuchungen.

Swiss Re hat den britischen Lebensversicherer Phoenix Group ins Visier genommen. Der Rückversicherer bestätigte entsprechende Übernahme-Gespräche. Es bestehe allerdings keine Gewissheit, dass diese Gespräche auch zu einer Transaktion führten. «Sky News» hatte zuvor berichtet, die Transaktion würde sich auf drei Milliarden Pfund belaufen.

Zurich Insurance Group hat die Beteiligung an New China Life Insurance reduziert. Der Schweizer Versicherer verkaufte Aktien im Wert von 283 Millionen Dollar.

Die Eigentümer des deutschen Badarmaturen-Herstellers Grohe holen Finanzkreisen zufolge derzeit Übernahmeangebote ein, die Ende nächster Woche fällig sind. Zu den Interessenten gehören den Insidern zufolge Geberit und die thailändische Siam Cement. Nach den Erwartungen der Grohe-Eigner und Credit Suisse Private Equity muss ein Käufer bis zu vier Milliarden Euro für Grohe auf den Tisch legen.

(jev/aho/reuters)