Der bislang grösste asiatische Börsengang des Jahres ist geglückt: Der Schweppes-Hersteller Suntory sammelte bei Investoren fast vier Milliarden Dollar ein und verbuchte am ersten Handelstag steigende Kurse. Die Aktie legte am Mittwoch um bis zu drei Prozent auf 3190 Yen zu und schloss mit 3145 Yen deutlich über dem Ausgabepreis von 3100 Yen (rund 29,4 Franken).

Dagegen mussten Anteilsscheine heimischer Konkurrenten wie Kirin, Asahi und Ajinomoto zwischen 0,5 und 2,8 Prozent abgeben. «Ich nehme an, dass einige institutionelle Investoren ihren Aktienbesitz in der Lebensmittelbranche neu ausrichten oder umstrukturieren», sagte Portfoliomanager Yasuo Sakuma von Bayview Asset Management.

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Vor dem Börsengang gab es Befürchtungen, dass der Marktstart schwach ausfallen könnte. Auf dem grauen Markt lag der Preis für die Aktie in der vergangenen Woche bei 2900 Yen.

Japans zweitgrösster Softdrink-Hersteller, zu dessen Marken auch Orangina gehört, will das Geld der Investoren für Zukäufe im Ausland nutzen. Da der heimische Getränkemarkt stagniert, will sich Suntory vor allem in asiatischen Wachstumsländern umschauen.

Bereits vor dem Börsengang (IPO) hatten Analysten betont, ob sich Suntory gegen die Rivalen in der Branche durchsetzen könne, hänge vor allem von der Auslandsstrategie ab.

(tke/sda)