Der Schweizer Aktienmarkt hat zum achten Mal in Folge mit höheren Kursen geschlossen. Dabei profitierte er aber vor allem von der starken Performance der defensiven Schwergewichte.

Denn die Börsenstimmung insgesamt war von der am Vorabend von Standard & Poor's für 15 Eurozone-Länder ausgesprochenen Kreditwarnung belastet. Entsprechend tendierten verschiedene wichtige europäische Börsenplätze schwächer.

Der SMI legte am Schluss 0,49 Prozent auf 5767 Punkte zu. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gewann um 0,33 Prozent auf 5228,09 Punkte.

Getragen wurde der SMI von Novartis (+1,3 Prozent) und Roche (+1,2 Prozent), welche zwei der drei Spitzenpositionen einnahmen. Die britische Gesundheitsbehörde NICE hat zwei Medikamente (Tasigna und Glivec) von Novartis zur Behandlung einer Art chronischen Leukämie zugelassen. Roche profitierten allenfalls leicht von enttäuschenden Studienergebnissen eines Konkurrenzproduktes zum Augenmedikament Lucentis.

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Schlatter mehr als 16 Prozent im Plus

Absoluter Spitzenreiter waren Clariant (+4,6 Prozent), welche damit den seit beinahe zwei Wochen dauernden Höhenflug fortsetzten. Das Papier hat damit die in den vier Wochen davor erlittenen Verluste wieder aufgeholt. Klar gesucht waren überdies Synthes (+1,0 Prozent), Julius Bär (+0,9 Prozent) oder Transocean (+0,8 Prozent).

UBS (+0,6 Prozent) und Swiss Life (+1,2 Prozent) hielten sich in der Gewinnzone, während Swiss Re (-0,3 Prozent) und CS (-0,2 Prozent) leicht nachgaben.

Im breiten Markt fielen Schlatter mit einem massiven Plus von 16,7 Prozent auf 175 Franken auf. Der Anlagenbauer hat im Rahmen seiner nun abgeschlossenen Kapitalerhöhung um brutto 20 Millionen Franken den Platzierungspreis der neuen Aktien auf 150 Franken je Anteil festgelegt. 88 Prozent der angebotenen Aktien wurden von bestehenden Aktionäre gezeichnet.

(tno/sda)