Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag eine Verschnaufpause eingelegt, nachdem der Leitindex SMI am Tag davor noch auf einen neuen Jahreshöchststand geklettert war. Belastet haben vor allem die deutlichen Einbussen des Schwergewichts Roche nach Vorlage der Zahlen.

Auch der Nestlé-Aktienkurs gab nach Angaben zu den ersten neun Monaten an der Börse nach. Im Handel war von Gewinnmitnahmen die Rede, nachdem der Leitindex SMI noch am Mittwoch bei 9318 Punkten ein neues Intraday-Jahreshoch erreicht hatte. Die grundlegende Stimmung bleibe mit der Erwartung auf weitere gute Geschäftsabschlüsse aber positiv, so ein Händler.

Roche-Abgaben drücken auf SMI

Bis Börsenschluss fiel der SMI um 0,82 Prozent auf 9233,52 Punkte zurück. Der breite Swiss Performance Index (SPI) büsste 0,82 Prozent ein auf 10'547,64 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln lagen am Ende 23 im Minus und 7 im Plus.

Am stärksten drückten die Abgaben beim Kurs von Roche (-2,3 Prozent) auf den SMI. Der Pharmakonzern hatte im dritten Quartal das Wachstumstempo zwar gehalten und den Ausblick fürs Gesamtjahr bestätigt. Sorgen bereitet am Markt jedoch die wachsende Konkurrenz von Biosimilars für gestandene Medikamente. Zudem hatte Bernstein das Kursziel für die Genussscheine, unabhängig von den Zahlen, im Rahmen einer Branchenstudie gesenkt.

Margensorgen bei Nestlé

Die Papiere des Lebensmittelkonzerns Nestlé rutschten nach der Vorlage von Neunmonatszahlen um 1,0 Prozent ab. Mit einem organischen Wachstum von 2,6 Prozent hatte Nestlé zwar etwas besser als erwartet abgeschnitten. Die Gruppe will nun die geplante Restrukturierung vorantreiben, was kurzfristig die Margen belasten dürfte. Händler nannten nach der guten Performance im laufenden Monat allerdings Gewinnmitnahmen als Grund für die Kursschwäche.

Auch das dritte Schwergewicht Novartis konnte sich dem Abwärtstrend nicht ganz entziehen und verlor 0,4 Prozent.

Nach Roche büssten unter den Blue Chips die Papiere des Vermögensverwalters Julius Bär (-1,8 Prozent) am meisten ein. Und auch die Grossbankenwerte UBS (-0,7 Prozent) und Credit Suisse (-0,6 Prozent) standen nach zuletzt steigenden Kursen unter Druck. Bei der CS sorgte in den Medien die Forderung des aktivistischen Hedgefonds RBR, die Teilbereiche Investment Bank und Asset Management separat an die Börse zu bringen, für neue Schlagzeilen.

(sda/gku)

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