Die US-Standardwerte sind am Dienstag vor dem Hintergrund widersprüchlicher Konjunkturdaten kaum verändert aus dem Handel gegangen. Während das Vertrauen der US-Verbraucher im Dezember überraschend deutlich gestiegen war, waren die Hauspreise im Oktober stärker als erwartet gefallen.

Ausserdem seien die Anleger angesichts der Schuldenkrise in der Eurozone weiter zurückhaltend, sagten Marktteilnehmer. Nach dem langen Weihnachtswochenende und wenige Tage vor Jahresschluss war das Geschäft zudem sehr dünn.

Sollte sich der Index bis zum Ende der Woche nicht mehr spürbar bewegen, würde der Dow Jones Industrial das Jahr im Gegensatz zu den meisten europäischen und asiatischen Indizes mit einem Plus abschliessen.

Am Dienstag ging der Index mit einem Minus von 0,02 Prozent auf 12'291 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,01 Prozent auf 1265 Punkte. An der Nasdaq rückte der Composite-Index um 0,25 Prozent auf 2625 Punkte vor. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,24 Prozent auf 2293 Punkte.

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Chevron unbeeindruckt von Millionenstrafe

Mit Blick auf die Sektoren legten die als defensiv geltenden Versorger am deutlichsten zu. Finanztitel verzeichneten hingegen die grössten Abschläge.

Chevron legten unbeeindruckt von einer erneuten Millionenstrafe als einer der besten Werte im Dow Jones um 0,45 Prozent zu. Die brasilianischen Umweltbehörden hatten den Konzern wegen des Ölunfalls vor der Küste des Landes mit einer zweiten Millionenstrafe belegt.

Die Busse beträgt diesmal zehn Millionen Reais (5,4 Millionen US-Dollar). Bereits im November hatte die Behörde eine Strafe von 50 Millionen Reais gegen Chevron verhängt.

Sears schliesst nach enttäuschendem Weihnachtsgeschäft Läden

Die Titel von Sears Holding verloren am Ende des Nasdaq 100 mehr als ein Viertel an Wert. Der Einzelhändler will nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft 100 bis 120 seiner Läden dicht machen.

Zudem will das Unternehmen 1,6 bis 2,4 Milliarden Dollar abschreiben, weil sich erwartete Steuervorteile nach dem mageren Geschäft in Luft auflösen und sich der Firmenbesitz als weniger wertvoll als ursprünglich gedacht herausstellt.

Metlife verteuerten sich um 0,32 Prozent. Die Finanzsparte von General Electric (GE) will dem Versicherer das Einlagengeschäft mit rund 7,5 Milliarden Dollar an Kundengeldern abkaufen. Details zu der finanziellen Ausgestaltung des Deals wurden nicht bekanntgegeben. GE-Titel gaben um 1,21 Prozent nach.

(tno/awp)