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Fokus
Shortlist der Woche: Netflix, Deutsche Bank

Netflix App auf dem Mobiltelefon
Netflix auf dem Smartphone: Der Streaming-Gigant wächst – doch zu wenig. Quelle: Keystone .

Jede Woche stellen wir Aktien vor, über welche die Finanzwelt spricht – und die Anleger besonders im Auge behalten sollten.

Veröffentlicht am 19.07.2018

Sell:  Netflix

Weltweit gucken 130 Millionen Menschen Netflix. Im zweiten Quartal kamen weitere 5 Millionen hinzu. Zu wenig, meinten die Anleger – und wandten sich vom Titel ab. Endlich eine Kaufgelegenheit, dürften sich nicht wenige sagen, denn seit Jahresbeginn stieg und stieg die Aktie. Doch Vorsicht – Netflix ist nach wie vor äusserst anspruchsvoll bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) beträgt mehr als 100. Für andere US-Medienkonzerne zahlen Anleger ein KGV von rund 15. Netflixhat viel Potenzial, aber der Kurs preist das vollständig ein. Enttäuschungen sind programmiert.

Buy: Deutsche Bank
Wir empfehlen an dieser Stelle äusserst selten strukturierte Produkte, Optionen schon gar nicht. Doch genau das sind die Aktien der Deutschen Bank derzeit. Der Grat zwischen Totalabsturz und prozentual zweistelligen Kursgewinnen in wenigen Tagen ist äusserst schmal. Nach den Q2-Zahlen stieg der Titel über Nacht beinahe 10 Prozent, seit Anfang Jahr beträgt der Kurssturz dennoch fast 40 Prozent. Analysten schreiben, dass der Gewinn zehnmal höher sein müsse, bis die Bank wieder ernst genommen werde. Und «immerhin lebt die Bank noch». Eine hochspekulative Wette für Anleger mit zu viel Spielgeld.