Kurz vor der geplanten endgültigen Übernahme der US-Energietechnikfirma Dresser-Rand hat sich Siemens 7,75 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt besorgt. Der Münchner Konzern platzierte in den USA mehrere Anleihen mit Laufzeiten von drei, fünf, sieben, zehn und 30 Jahren, Abschluss der Transaktion war am Mittwoch. Die Nachfrage der Investoren habe das ursprünglich geplante Emissionsvolumen von sieben Milliarden US-Dollar um das Zweieinhalbfache überstiegen, weshalb die Zinskonditionen durchweg sehr gut ausgefallen seien, teilte Siemens am Donnerstag mit. Zudem habe sich die Investorenbasis vor allem in den USA deutlich verbreitert.

Die Bond-Emission war den Angaben zufolge die bislang grösste des Konzerns. In den USA hatte Siemens zuletzt vor neun Jahren Anleihen begeben. Ein Dollar-Bond im Jahr 2013 wurde nicht an Investoren in den USA verkauft.

Grösster Zukauf der Firmengeschichte

Die rund 7,6 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Dresser-Rand soll der grösste Zukauf in der Geschichte des Münchner Unternehmens werden. Siemens will den Deal zügig über die Bühne bringen, um noch vom Schiefergasboom in den Vereinigten Staaten zu profitieren. Der Abschluss wird für Sommer erwartet. Die EU-Kommission wird den Kauf Insidern zufolge ohne Auflagen durchwinken.

(reuters/me)