Sorgen um die Weltkonjunktur haben am Freitag die Aktienmärkte in Asien ins Minus gedrückt. Auslöser waren sinkende Rohstoffpreise. Sie gingen auf Talfahrt, weil Anleger eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft befürchteten. «Daten aus China lieferten diese Woche keine Anzeichen, dass das Wachstum sich erholen könnte», sagte Marktstratege Masahiro Ichikawa vom Investmenthaus Sumitomo Mitsui Asset Management.

In Japan ging der Leitindex Nikkei 0,5 Prozent schwächer aus dem Handel auf knapp 19'597 Punkten. Zu den grössten Verlierern in Tokio gehörte der Technologiekonzern Toshiba, der am Donnerstag Verluste bei seiner US-Atomenergie-Tochter Westinghouse in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 eingeräumt hatte. Die Toshiba-Aktie rauschte fast sechs Prozent in den Keller.

Minus in Shanghai

Die Börse in Shanghai schloss 1,4 Prozent im Minus. Das Barometer in Hongkong notierte sogar 2,2 Prozent tiefer. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 1,4 Prozent.

An den Devisenmärkten in Fernost gab der Euro um 0,4 Prozent auf 1,0773 Dollar nach. Zur japanischen Währung gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 122,69 Yen.

Anzeige

Ölpreise stabilisieren sich

Die Ölpreise stabilisieren sich derweil am Freitag – nach einem abermaligen Kursrutsch am Vortag. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 44,08 US-Dollar. Das waren zwei Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel dagegen leicht um 21 Cent auf 41,54 Dollar.

Am Donnerstag hatten neue Lagerdaten aus den USA Anlegern und Analysten erneut das hohe Rohölangebot vor Augen geführt. Die Ölpreise waren deswegen weiter unter Druck geraten und auf den tiefsten Stand seit Ende August gefallen. Nach Regierungszahlen sind die Ölvorräte in der vergangenen Woche deutlich stärker als erwartet gestiegen. Schon vor den Zahlen hatten die Bestände weit über ihrem langjährigen Durchschnitt gelegen.

(reuters/ise)