Aus Sicht der Schweizer Börse ist das derzeitige Marktumfeld schwierig für Börsengänge: «Die IPO-Pipeline ist so gut gefüllt, wie man das in der gegenwärtigen Situation erwarten darf», sagt Chris Landis, CEO von SIX Swiss Exchange, im Interview mit AWP. Hohe Volatilität sei nicht das beste Umfeld für einen Börsengang.

Um das Spektrum der kotierten Gesellschaften möglichst breit zu halten, brauche es allerdings auch Zugänge. Man wolle daher Unternehmen laufend davon überzeugen, dass die Börse der richtige Ort ist, um Kapital aufzunehmen. Für 2016 seien auch bereits «mehrere Kandidaten in der Pipeline», so Landis. Der genaue Zeitpunkt der jeweiligen Börsengänge ist jedoch noch nicht klar.

Weniger Firmen an der Börse

Dass für das neue Jahr bereits weitere Abgänge angekündigt sind, empfindet der Börsenchef seinen Aussagen zufolge nicht als bedrohlich. Diese seien Teil einer Fluktuation, die sich vor allem aus M&A-Tätigkeiten ergibt. «Die meisten Abgänge in den letzten Jahren beruhten auf Übernahmen», so Landis. An der SIX waren per Ende 2015 270 Unternehmen kotiert – netto sieben weniger als 2014. Neuzugänge gab es drei.

Landis, seit 1992 bei der Börse tätig, ist seit November 2015 Chef. Bereits im April hatte der ehemalige CIO der Swiss Exchange das Amt ad interim von seinem Vorgänger Christian Katz übernommen. Am 7. März veröffentlicht die SIX Group das Jahresergebnis 2015.

(awp/ise/mbü)

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