Die Schweizer Börse hat am Dienstag belastet von der anhaltenden griechischen Schuldenkrise weiter nachgegeben. Wegen der ungewissen Folgen vor den Folgen einer Staatspleite des südeuropäischen Landes machten die Anleger einen Bogen um die Aktien. Der SMI büsste zu Handelsbeginn 0,9 Prozent ein und lag wieder unter der Marke von 8800 Punkten. Am Montag war der Leitindex um 1,5 Prozent gefallen.

Sämtliche 20 Standardwerte büssten Terrain ein. Trotz positiver Produktnachrichten blieben auch die Genussscheine von Roche nicht von Abgaben verschont und verloren 0,7 Prozent. Das Prüfmedikament Ocrelizumab hat sich in zwei Phase-III-Studien bei multipler Sklerose der Standardtherapie überlegen gezeigt.

Banken kommen gut weg

Die Titel von Rivale Novartis sanken um 1,0 Prozent. Die Anteile der Biotechnologiefirmen Actelion und Basilea gaben gegen ein Prozent nach. Die schwergewichtigen Nestle-Aktien fielen 1,3 Prozent.

Etwas besser schlugen sich die Finanzwerte: Die Bankaktien Credit Suisse ermässigten sich um 0,4 Prozent und UBS um 0,7 Prozent. Die Assekuranztitel verloren ein halbes Prozent.

Zyklische Titel als Verlierer

Die Anteile zyklischer Firmen büssten gegen ein Prozent ein. Die Aktien von ABB sackten um 1,8 Prozent ab. Der Broker Jefferies senkte das Kursziel für die Papiere des Elektrotechnikkonzerns auf 16,82 von 17,13 Franken. Das Rating lautet «Underperform». Auch Holcim, Richemont und Swatch verloren mehr als ein Prozent. Besonders hart erwischt hat es Transocean erwischt: Minus 4,3 Prozent. Händler verweisen auf die zuletzt deutlich gefallenen Ölpreise im Zuge der Griechenland-Krise.

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Ob die Konjunkturdaten aus der Euro-Zone und den USA, die im Laufe des Tages veröffentlicht werden, den Markt positiv beeinflussen werden, müsse sich erst zeigen, hiess es.

(reuters/ise/ama)