Die Schweizer Börse ist am Dienstag auf den höchsten Stand seit Anfang Februar gestiegen. Das Geschäft verlief laut Händlern ohne grosse Umsätze in ruhigen Bahnen. «Ein klarer Trend ist nicht auszumachen. Es spielt vielfach der Zufall mit bei der Kursfindung», sagte ein Händler. Der SMI legte bis am Mittag um 0,2 Prozent auf 8325 Punkte zu. Damit habe sich der Leitindex bis über den oberen Rand der seit Monaten dauernden von 7800 bis 8300 Zähler reichenden Handelsspanne hinausgeschwungen.

Später drehte der Wind und der SMI fiel ins Minus. Grund dafür waren enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor ist im August regelrecht eingebrochen. Der Einkaufsmanagerindex ISM sank auf 51,4 Punkte von 55,5 im Vormonat. Ökonomen hatten im Durchschnitt lediglich mit einem Rückgang auf 54,9 Punkte gerechnet.

UBS und Credit Suisse schlossen tiefer

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.

Der SMI büsste in der Folge seine Gewinne vollständig ein und fiel bis Handelsende auf 8304 Punkte (-0,1 Prozent) zurück. Vor allem die Grossbankenwerte CS (-1,3 Prozent; Stand 16.30 Uhr) und UBS (-1,1 Prozent) fielen unter den Blue Chips am deutlichsten zurück.

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Ausgeprägte Bewegungen waren auch am Devisenmarkt zu sehen. Der US-Dollar fiel zum Franken bis auf 0,9733 Franken (vor US-Daten 0,9794) zurück. Im Gegenzug legte der Euro zum «Greenback» auf 1,1243 USD von 1,1164 zu.

(reuters/awp/mbü/ama/me)