Die 20 grössten börsenkotierten Schweizer Unternehmen zahlen im laufenden Geschäftsjahr ihren Aktionären eine Rekord-Dividende von 35,8 Milliarden Franken aus. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 1,4 Milliarden Franken oder gut 4 Prozent, wie eine Analyse der «Handelszeitung» zeigt.

Die Berechnungen stützen sich auf Schätzungen des Zuger Vermögensverwalters zCapital. Gemäss dieser werden zwei Drittel der SMI-Konzerne eine höhere Dividende ausschütten – allen voran der Luxusgüterhersteller Richemont, der seine Dividende um 14 Prozent erhöhen könnte. Nur zwei der 20 Firmen kommen voraussichtlich nicht um eine Kürzung herum: Der Rückversicherer Swiss Re, der bei der Sonder-Dividende Abstriche machen muss, sowie der Ölbohrplattformbetreiber Transocean.

Nestlé schüttet sieben Milliarden Franken aus

Spitzenreiter in Sachen Gewinnausschüttung bleibt wie im Vorjahr Nestlé. Beim Westschweizer Nahrungsmittelkonzern wird mit einer Dividendenerhöhung von 5 Prozent gerechnet. Damit wird die Gesamtausschüttung von Nestlé erstmals über 7 Milliarden Franken betragen. Dahinter folgen die Pharma-Konzerne Roche und Novartis sowie die Versicherer Zurich Insurance und Swiss Re. Diese fünf grössten Unternehmen sind für fast 70 Prozent der ausbezahlten Dividenden in der Schweiz verantwortlich.

64 Prozent der ausgeschütteten Gewinne fliessen an ausländische Investoren. Vor allem der weltweit grösste Vermögensverwalter Blackrock und der norwegische Staatsfonds dürfen sich auf einen Geldsegen freuen. Blackrock wird voraussichtlich als erster Aktionär in der Schweiz mehr als eine Milliarde Franken an Dividenden kassieren, dem norwegischen Staatsfonds fliessen rund 900 Millionen Franken in die Kasse.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.