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SMI legt zu, Sika-Aktien sehr gefragt

Börse in Zürich: Es geht bergauf. Keystone

Der Wahlausgang in Griechenland bewegt die Schweizer Börse wenig. Dass der Sika-Verwaltungsrat einen Putsch gegen die Gründerfamilie versucht, lockt dagegen die Anleger.

Veröffentlicht am 26.01.2015

Die Schweizer Börse wird hat kurz nach Eröffnung etwas fester tendiert. Der wenig überraschende Sieg des Linksbündnisses Syriza sorge zwar für eine gewisse Verunsicherung unter den Marktteilnehmern, dürfte aber zu einem Teil auch bereits in den Kursen vorweggenommen worden sein, sagten Händler. Die Finanzmärkte widerspiegelten den erwarteten Sieg, hiess dazu im «Investment Dail» der Credit Suisse Private Banking.

Es sei aber nicht auszuschliessen, dass die Euro-Krise nicht doch wiederaufflammen könnte, wenn Syriza-Chef Alexis Tsipras wie angekündigt über die Reformauflagen der internationalen Geldgeber und einen Schulden-Erlass verhandeln will, hiess es im Markt. «Die Verunsicherung bleibt», sagte ein Händler.

Der SMI legte 0,4 Prozent auf 8187 Punkte zu. Am Freitag hatte der Leitindex 2 Prozent gewonnen.

Sika deutlich im Plus

Gesucht war die Aktie von Sika, die um 4,4 Prozent zulegte. Im Übernahmestreit um den Schweizer Bauchemiekonzern verhärten sich die Fronten. Der Verwaltungsrat sprach der Familienholding Schenker-Winkler (SWH) das Recht ab, vorzeitig eine ausserordentliche Generalversammlung einzuberufen. Mit dem geplanten Verkauf der SWH-Anteile an die französische Saint-Gobain bildeten die beiden eine Gruppe.

Entsprechend müsse die Stimmrechtsbeschränkung von 5 Prozent Anwendung finden. Aktionäre mit einem kumulierten Kapitalanteil von mehr als 35 Prozent unterstützten Verwaltungsrat und Management.

Pharmatitel stützen

Dies sei ein ernstzunehmender Versuch von Sika, die geplante Transaktion zwischen SWH und Saint-Gobain zunichte zu machen, erklärte der Broker Kepler Cheuvreux. «Damit gebe es wieder eine leicht grössere Chance, dass die Transaktion doch nicht zustande kommt», sagte ein Händler.

Stütze des Marktes waren die als krisenresistent geltenden Pharmatitel Novartis und Roche sowie des Lebensmittelkonzerns Nestle, bei denen manche Anleger in unsicheren Zeiten gerne Schutz suchten, hiess es im Markt. Die Finanzwerte neigten meist zur Schwäche. Die Aktie der UBS ermässigte sich um 0,2 Prozent. Der Titel der Credit Suisse und von Julius Bär sanken um 1 Prozent. Die Titel zyklischer Firmen ABB, Holcim und Clariant büssten Terrain ein.

Swatch klar im Minus

Adecco notierten gehalten. CEO Petrick de Maeseneire sagte in einem Interview mit der «SonntagsZeitung», er sei zuversichtlich, das Ebita-Margenziel von 5,5 Prozent im laufenden Jahr zu erreichen.

Swatch sackten um 2 Prozent ab. Der Uhrenkonzern dürfte nach Ansicht von Marktteilnehmern zu den Firmen zählen, die wegen ihres grossen Produktionsanteils in der Schweiz von der Aufhebung der Euro-Untergrenze durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) besondert stark betroffen sind. Hinweise dazu erhoffen sich die Anleger von der für Ende Januar oder Anfang Februar erwarteten Veröffentlichung des Jahresberichts.

(reuters/tno/ise)

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