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Vorbörse
SMI nach Hellas-Votum schwächer erwartet

SMI: Keine Freude an Griechenland. Keystone

Die Schweizer Börse dürfte zur Eröffnung wegen dem Nein Griechenlands zu den Reformvorschlägen unter Druck geraten.

Veröffentlicht am 06.07.2015

Nach dem Nein Griechenlands zu den Reformvorschlägen der Gläubiger dürfte die Schweizer Börse unter Druck geraten. Händler rechneten mit einem Kursrutsch von bis zu drei Prozent. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 1,4 Prozent tiefer mit 8789 Punkten. Der SMI Future notierte mit 8773 Zählern um 1,4 Prozent schwächer. Am Freitag war der Leitindex um 0,5 Prozent gesunken.

Viel Vertrauen zerstört

Die Griechen haben die Sparforderungen ihrer Geldgeber unerwartet deutlich zurückgewiesen und ihrem Regierungschef Alexis Tsipras damit den Rücken gestärkt. Nach Ansicht der Credit Suisse ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass Griechenland und die Gläubigern ein Abkommen schliessen können. In den vergangenen Monaten sei viel Vertrauen zerstört worden. Ein Abkommen müsste zudem von diversen Parlamenten abgesegnet werden.

«Wir stehen vor einem Scherbenhaufen und keiner weiss, wie es weitergehen soll», sagte ein Händler.

Die Kurse zogen im vorbörslichen Handel aber etwas an, nachdem Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis seinen Rücktritt angekündigt hatte. Als Grund dafür nannte Varoufakis in einer Erklärung vom Montag, ihm sei deutlich gemacht worden, dass einige Vertreter der Euro-Zone ihn als nicht erwünschte Person bei Treffen betrachteten.

(reuters/chb)

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