Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag erneut eine Berg- und Talfahrt hingelegt und den Handel mit klaren Abgaben beendet, dem ersten Minus der laufenden Woche. Erneut belasteten Konjunktursorgen und die Frage der Zinsanhebung in den USA die Investorenstimmung, hiess es im Handel. Insbesondere die Uhrenwerte sowie Zykliker wie ABB oder LafargeHolcim gaben ab.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 1,05 Prozent tiefer bei 8778,76 Punkten (Tagestief 8766 Punkte). Der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,94 Prozent tiefer bei 8948,58 Punkten schloss. Von den 30 Blue Chips gaben bis auf zwei Werte alle ab.

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Swatch und Richemont im Tief

Deutlich tiefer schlossen die Luxusgütertitel Swatch (-2,1 Prozent) und Richemont (-2,3 Prozent). Wirtschaftsdaten aus dem für die Konzerne wichtigen Markt China hätten erneut Hinweise auf die derzeitige Schwäche der dortigen Konjunktur gegeben und entsprechend die Titel belastet, hiess es dazu.

Ebenfalls zu den stärksten Verlierern zählten ABB (-2,3 Prozent auf 18,11 Franken) und Swisscom (-2,1 Prozent). Weiter fielen Transocean (-3,1 Prozent), Sika (-1,4 Prozent) oder LafargeHolcim (-1,3 Prozent) mit grösseren Verlusten auf, und auch die Banken Julius Bär (-1,9 Prozent), UBS (-1,3 Prozent) und CS (-1,6 Prozent) gaben stärker ab.

Keine Pharma-Spritze

Von den schwergewichtigen Novartis (-1,0 Prozent auf 93,85 Franken) und Nestlé (-0,6 Prozent auf 72,05 Franken) erhielt der SMI keine Stütze. Roche (-1,1 Prozent auf 259,10 Franken) lagen ebenfalls im Angebot.

Actelion (+1,9 Prozent) hatten ihre Gewinne im Laufe des Vormittags ausgebaut, und das Plus betrug zeitweise mehr als 3 Prozent. Konkrete Gründe für den Anstieg gab es laut Händlern allerdings nicht. Der Titel sei aber immer mal wieder im Fokus als Übernahmekandidat.

Orascom legt zu

Am breiten Markt legte Orascom (+4,6 Prozent) und Partners Group (+2,2 Prozent auf 339 Franken) deutlich zu. Ansonsten schlossen noch VZ Holding (+4,3 Prozent) Emmi (+3,7 Prozent), Calida (+3,2 Prozent) und Burkhalter (+3,0 Prozent) klar höher.

Kudelski (-2,6 Prozent) standen hingegen unter Druck, obwohl die Tochter Nagra Vertragserfolge zu melden hatte. Klare Verlierer aus der zweiten Reihe waren auch Sunrise (-3,9 Prozent auf 55,35 Franken), wobei hier die Deutsche Bank die Umsatzschätzungen und gleichzeitig das Kursziel gesenkt hatte. Der Anbieter Salt habe seine Preise um 10 bis 20 Prozent gesenkt, aber weder Sunrise noch Swisscom hätten derzeit die Absicht nachzuziehen, hiess es dazu.

(awp/ise)