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Uninspiriert
SMI tritt zum Wochenstart auf der Stelle

Börse Zürich: Wenig Bewegung am Montag. Keystone

An der Schweizer Börse gab es am Montag nur wenige Impulse. Entsprechend orientierungslos verlief der Tag. Bei LafargeHolcim erwarten Investoren viel von der neuen Finanzchefin.

Veröffentlicht am 09.10.2017

Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Montag in einem impulsarmen Geschäft kaum von der Stelle gerührt. Bereits die Vorgaben von den wichtigsten Überseebörsen gaben den Investoren kaum Orientierung. In den USA hätten Investoren den « Columbus Day»-Feiertag vermehrt für ein verlängertes Wochenende genutzt, hiess es im Handel. Entsprechend dünn seien dort die Umsätze gewesen.

Uneinheitlich fielen zudem die im Tagesverlauf publizierten Makrodaten aus: Während jene aus China enttäuschten, überraschten jene aus Europa eher auf der positiven Seite. Der SMI stand zum Handelsschluss 0,08 Prozent höher bei 9259,34 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) nahm 0,12 Prozent auf 10'571,48 Zähler zu. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen 18 im Plus, acht im Minus und vier unverändert.

Grosse Erwartungen bei LafargeHolcim

Einen relativ starken Wochenauftakt legten LafargeHolcim (+1,5 Prozent) hin. Der Zementhersteller erhält mit der Französin Géraldine Picaud demnächst eine neue Finanzchefin. Sie wird Ron Wirahadiraksa ersetzen, welcher seine Karriere ausserhalb von LafargeHolcim fortsetzen wird.

Die Zürcher Kantonalbank bezeichnete den Wechsel als überraschend; Picaud scheine aber eine starke Erfolgsbilanz mitzubringen, hiess es in einer Einschätzung. Aber auch weitere Zykliker wie Logitech (+1,0 Prozent), Schindler, Dufry und Kühne+Nagel (alle +0,5 Prozent) waren gefragt.

Auffällig zeigten sich auch die schwergewichtigen Nestlé mit +0,6 Prozent. In Händlerkreisen wurden die Avancen in der defensiven Nahrungsmittelaktie mit den politischen Unsicherheiten in Spanien in Verbindung gebracht. Die ebenfalls eher defensiven Givaudan verteuerten sich am Tag vor der Umsatzpublikation zum dritten Quartal um 0,3 Prozent.

Gewinnmitnahmen bei der Credit Suisse

Eine Belastung für den Index waren auf der Gegenseite die Pharmaschwergewichte Novartis (-0,1 Prozent) und Roche (-0,3 Prozent), ohne dass dazu jedoch konkrete News auszumachen waren. Schlusslicht waren bei den Top-Werten CS (-1,4 Prozent). Händler führten dies zum Teil auf Gewinnmitnahmen zurück, nachdem der Titel zuletzt gut im Markt lag und am Freitag ein Jahreshoch erreicht hatte. UBS (-0,1 Prozent) sind davon noch ein gutes Stück entfernt.

Auch die volatilen Aryzta (-1,1 Prozent) fielen deutlich zurück. Im Blick waren auch Clariant, die am Ende mit -0,1 Prozent kaum verändert schlossen. In der Wochenendpresse liessen die beiden Co-Chief Investment Officer von White Tale wissen, dass sie bereits im Besitz von "deutlich mehr als 15 Prozent" der Aktien von Clariant seien und weiter zukaufen würden.

White Tale will die geplante Fusion der Basler mit dem US-Rivalen Huntsman bekanntlich verhindern und benötigt dafür ein Drittel der Aktienstimmen an der ausserordentlichen Generalversammlung.

(sda/gku)

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