Kursgewinne der schwergewichtigen Pharmawerte haben die Schweizer Börse angeschoben. Der SMI stieg 0,3 Prozent auf 8006 Zähler. Ob sich der Leitindex über der mehr psychologisch als technisch wichtigen Marke von 8000 Punkten halten könne, hänge davon ab, ob im weiteren Verlauf Anschlusskäufe den Markt unterstützen, erklärte Händler. Dies hänge vor allem von der Reaktion der Marktteilnehmer auf die Zwischenbilanzen der Firmen und den Konjunkturdaten ab.

Vorbörslich war noch ein leichtes Minus erwartet worden.  «Für einen Ausbruch über 8000 Punkte scheint der SMI noch nicht stark genug», sagte ein Händler. 

Die Aktie von Novartis legte 0,7 Prozent zu und der Genussschein von Roche rückte um 0,6 Prozent vor. Die Mitteilung, dass die britische Behörde NICE sich gegen den Einsatz des Brustkrebsmedikaments Perjeta von Roche im staatlichen Gesundheitssystem aussprach, belastete den «Bon» nicht. Das Medikament sei teuer, es sei aber unklar, wie viel länger Patientinnen damit lebten, so NICE.

Die Papiere von Nestle gewannen 0,5 Prozent. Der Lebensmittelriese wird am Donnerstag wie der Personalvermittler Adecco und der Rückversicherer Swiss Re den Zwischenbericht veröffentlichen. Adecco legten leicht zu.

Grossbanken leicht im Minus

Swiss Re aber büssten im Sog der Kursverluste beim Konkurrenten Münchener Rück 1,3 Prozent ein. Der Weltmarktführer hatte wegen der Flutschäden in Mitteleuopa weniger verdient als erwartet.

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Die meisten anderen Versicherungstitel tendierten fester. Die Aktien der beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS lagen leicht im Minus. Uneinheitlich präsentierten sich die Aktien zyklischer Firmen: ABB waren stabil, Holcim schwächten sich leicht ab und Geberit rückten minimal vor.

OC Oerlikon im Rahmen der Erwartungen

Meyer Burger machten anfängliche Verluste von rund 2,5 Prozent praktisch wieder wett. Der Solarzulieferer hat im ersten Halbjahr 2013 gemäss vorläufigen Zahlen bei einem Umsatz von 90,4 Millionen Franken einen Verlust von 81,9 Millionen Franken verzeichnet. Die Solarfirma sieht aber Anzeichen für eine Markterholung und hat Aufträge von insgesamt gut 22 Mio Franken abgeschlossen.

OC Oerlikon stiegen um 1,3 Prozent. Der Betriebsgewinn des Anlagenbauers sank im ersten Halbjahr 2013 um ein Viertel auf 174 Millionen Franken, lag damit aber im Rahmen der Analystenerwartungen. Die Firma bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr. 

(tno/reuters)