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Umstritten
SNB: Mehr Aktien von Atomwaffenproduzenten

SNB: Erklärt dies mit zunehmenden Devisenreserven. Keystone

Die Schweizerische Nationalbank hält Aktien an Atomwaffenproduzenten für 1,2 Milliarden Franken. Das ist mehr als noch im letzten Jahr.

Veröffentlicht am 20.08.2017

Die Anlagen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in US-Produzenten von Nuklearwaffen sind weiter gestiegen. Sie haben nun einen Wert von über 1,2 Milliarden Franken, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt.

Machten die Investitionen im zweiten Quartal 2016 noch ein Volumen von 750 Millionen aus, waren es ein Jahr später – im Juni dieses Jahres – gut 1,2 Milliarden. Die Steigerung erklärt SNB-Sprecher Walter Meier mit den zunehmenden Devisenreserven. «Bei unverändertem Aktienanteil steigt damit auch die absolute Grösse der Anlagen», sagt Meier.

60'000 Unterschriften für Kriegsgeschäfte-Initiative

Für die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) ist die Entwicklung ein Beweis dafür, dass es ihre Kriegsgeschäfte-Initiative braucht. Derzeit läuft die Unterschriftensammlung für das Begehren, das SNB und Pensionskassen Investitionen in Kriegsmaterial-Hersteller verbieten will. Nach vier Monaten sind laut der GSoA schon fast 60'000 Unterschriften für die Initiative zusammengekommen.

(cfr)

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