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Notenbank
SNB setzt weiter auf Negativzins und Interventionen

Thomas Jordan, Chairman of the Governing Board of the Swiss National Bank, during an interview at the headquarters of the Swiss National Bank in Zurich, Switzerland, on April 4, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)Thomas Jordan, Praesident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, waehrend eines Interviews am 4. April 2018 am Hauptsitz der Schweizer Nationalbank in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Thomas Jordan: Nationalbank bleibt ihrer Linie treu.Quelle: © KEYSTONE / GAETAN BALLY

Die SNB stemmt sich weiterhin gegen eine Aufwertung des Frankens. Nach dem Entscheid gab die Schweizer Währung leicht nach.

Veröffentlicht am 20.09.2018

Die Schweizerische Nationalbank ( SNB) stemmt sich weiterhin mit Negativzinsen und der Bereitschaft für Interventionen am Devisenmarkt gegen eine Aufwertung des Frankens. Das Zielband für den Referenzzins Dreimonats-Libor beliessen die Währungshüter am Donnerstag bei minus 1,25 bis minus 0,25 Prozent.

Die Strafzinsen, die Banken ab einem gewissen Freibetrag der Nationalbank bezahlen, liegen unverändert bei 0,75 Prozent. Zudem bekräftigten die Währungshüter, bei Bedarf zu Interventionen am Devisenmarkt bereit zu sein, um einen wirtschaftsschädlichen Franken-Höhenflug zu verhindern. Dieser gilt bei Investoren als «sicherer Hafen» und war daher in den vergangenen Wochen gefragt.

Franken leicht schwächer

Aus Sicht der Währungshüter ist er weiterhin hoch bewertet. Von Reuters im Vorfeld befragten Volkswirte hatten mit einer unveränderten Geldpolitik gerechnet.

Die Entscheidung hat den Schweizer Franken leicht geschwächt. Ein Euro wurde mit 1,1314/16 Franken etwas höher gehandelt als mit 1,1300/01 Franken kurz vorher. Der Dollar legte auf 0,9667/74 von 0,9660/64 Franken zu.

SMI im Plus

Der Börsenleitindex SMI notierte unmittelbar nach der Veröffentlichung der geldpolitischen Beschlüsse der SNB mit 8967 Zählern um 0,3 Prozent höher als am Vortag.

(reuters/gku)

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