Aktienunternehmen rund um den Globus haben ihren Anlegern 2014 die Rekordsumme von 1167 Milliarden Dollar an Dividende ausgeschüttet – ein Anstieg um 10.5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das zeigt eine regelmässig von Henderson Global Investors erhobene Studie. Demnach haben sich die Ausschüttungen seit der Finanzkrise im Jahr 2009 um fast 60 Prozent erhöht.

«US-Firmen hatten 2014 den grössten Anteil am globalen Dividendenwachstum», so Ben Lofthouse, Fondsmanager bei Henderson. Nach dem kräftigen Anstieg im vergangenen Jahr erwarte man jedoch vor allem wegen des starken Anstiegs des Dollar für 2015  eine Atempause.

Novartis und Nestle ebenfalls in der Weltspitze

Schweizer Konzerne waren 2014 europaweit die drittgrössten Dividendenzahler, wie die Auflistung von Henderson zeigt. Auch dank des starken Franken gab es ein sattes Plus um 18 Prozent auf 32.4 Milliarden Dollar. Damit lag der Anstieg europaweit nur noch in Spanien und Grossbritannien höher. Zum Vergleich: In den USA lag das Dividendenplus demnach bei 17 Prozent, in Europa insgesamt bei 12.3 Prozent. In den globalen Schwellenländern sanken die Zahlungen gar um fast 12 Prozent.

Die beiden Schweizer Konzerne Novartis und Nestle gehörten 2014 auch zu den weltweit grössten Dividendenzahlern. Sie schaffen es immerhin unter die zahlungsstärksten 20 Unternehmen rund um den Globus.

Aktien versus Sparbuch

Angesichts niedriger Zinsen in den grossen Industrieländern suchen Grossinvestoren und Kleinsparer händeringend nach Investitionsmöglichkeiten. Viele treibt es dabei in Aktien: Die Börsen an der Wall Street, in London oder Frankfurt erreichten in den vergangenen Wochen immer neue Höchststände.

Anzeige

Mit den Zahlen von Henderson wird klar: Dank hoher Bargeldausschüttungen lebten Aktionäre rund um den Globus – zumindest in den vergangenen Jahren – in einer ganz anderen Welt als Sparer, die ihr Geld auf dem Konto liegen lassen. Doch auch die erwarteten Renditen für die kommenden zwölf Monate können sich bei einigen der grössten Dividendenzahler sehen lassen (siehe Bildergalerie).

Ölkonzerne dürften Dividenden nicht kürzen

Zu den grössten Dividendenzahlern 2014 gehörten mit Shell, Exxon, Chevron oder Total auch einige Ölkonzerne. Bei Ölfirmen aus Industriestaaten rechne man nicht damit, dass sie ihre Dividenden 2015 kürzen werden, so Lofthouse. Anders sieht es hingegen bei Produzenten aus Schwellenländern aus, die in diesem Jahr auf schrumpfende Gewinne mit deutlich niedrigeren Ausschüttungen reagieren werden.