Satte 15 Prozent verlor der Schweizer Aktienindex SMI in den beiden Tagen nach der Aufgabe des Mindestkurses am 15. Januar. Noch am Tag des historischen Entscheids sprach Nationalbank-Chef Thomas Jordan davon, dass die Märkte überschiessen dürfte. Und er sollte recht behalten: Bis Mitte Februar hat das wichtigste Schweizer Aktienbarometer rund die Hälfte der Verluste wieder aufgeholt.

Noch am Vorabend des SNB-Entscheids lag der SMI bei fast 9300 Zählern. Binnen 48 Stunden rauschte er dann auf 7850 Punkte, um nach zähem Aufwärtstrend am gestrigen Montag bei gut 8700 Punkten zu schliessen. Was sind die Gründe für die Erholung?

Schweizer Franken etwas schwächer

Zunächst einmal fiel die Panik der Anleger wie von Jordan beschrieben übertrieben aus – nicht nur mit Blick auf den SMI, sondern auch die Devisenmärkte. Ein Franken kostet inzwischen rund 1.06 Euro. Die Lage scheint für die Exportwirtschaft also weniger dramatisch als noch kurz nach dem SNB-Entscheid, als weitgehend Parität zwischen den beiden Währungen herrschte.

Daneben befeuert auch das gross angelegte Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht nur die europäischen Börsen. Sowohl der Eurostoxx 50, der die 50 grössten europäischen Titel berücksichtigt, als auch der deutsche Dax oder der italienische FTSE MIB legten seit Jahresstart zweistellig zu. Auch der Schweizer Aktienmarkt gewann unmittelbar nach dem EZB-Entscheid im Januar.

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Vor allem jene Unternehmen, die stark in der Schweiz engagiert sind, konnten bis heute am stärksten aufholen. Drei Titel notieren sogar höher als am Vorabend des SNB-Entscheids.

Erfahren Sie in der oben stehenden Bildergalerie, wie welche Aktie seit dem 15. Januar abschnitt.