Der iPhone und iPad- Hersteller Apple hat in den vergangenen neun Jahren seinen Gewinn kontinuierlich steigern können. Inzwischen befinden sich 81,6 Milliarden Dollar in der Kasse des Computerkonzerns. Der Aktienkurs ist seit Ende 2002 bis heute um über das 56-fache seines Wertes angestiegen, von damals gut 7 auf aktuell knapp 400 Dollar. Dennoch hat Apple bis anhin nie eine Dividende an seine Aktionäre ausbezahlt - aus einem einfachen Grund: Steve Jobs war dagegen.

Gegenüber Barbestand «nicht religiös eingestellt»

Im Oktober ist bekanntlich Apple-Gründer Steve Jobs gestorben - und bereits scheint sich diese Sichtweise mit dem neuen CEO Tim Cook geändert zu haben. Cook äusserste sich dazu an einer Analystenkonferenz nach den aktuellen Quartalszahlen: «Ich bin gegenüber dem Barbestand nicht religiös eingestellt.» Das Geld, das Apple ausgebe, werde in Innovationen investiert oder für die Übernahme von interessanten Firmen verwendet. Dabei gehe, so Cook, das Unternehm immer äusserst sparsam und vernünftig mit seinem Cash um.

Dividende von 3 Prozent

Nun prognostiziert Fondsmanager Howard Ward von Gamco Investors in einem Interview mit Bloomberg TV: «Apple wird ankündigen, dass sie bereits im ersten Halbjahr 2012 eine Dividende auszahlen werden.» Dabei könne die Apple-Aktie «leicht 3 Prozent Rendite oder sogar noch mehr einbringen.» Ward erklärte jedoch nicht, worauf seine Aussage beruht. Jedenfalls lehnte es ein Apple-Sprecher - wenig überraschend - ab, Wards Aussage zu kommentieren.

Apple hat im vergangenen Jahr Microsoft als weltweit grössten Technologiekonzern bei der Marktkapitalisierung überholt. Microsoft schüttete erstmals 2003 eine Dividende aus. Aktuell beträgt diese 3,13 Prozent - deutlich mehr als die 2,20 Prozent Durchschnittsrendite aller im Standard & Poor’s 500 Index enthaltenen Titel.

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(rcv/vst)