Nachdem Gerüchte über einen Rücktritt von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi aufkamen, besserte sich die Stimmung an den Börsen sofort. Zuvor hatte der Aktienhandel bei sehr geringen Umsätzen mit Verlusten notiert. Laut Marktteilnehmern schauen die Investoren vor allem auf die politischen Ereignisse und warten ab. Verschiedene italienische Medien hatten den Rücktritt des Italienischen Ministerpräsidenten vorausgesagt. Die Rede war von Stunden, sogar von Minuten. Berlusconi selbst dementierte seinen Rücktritt aber offenbar.

Schon am Morgen waren die Renditeaufschläge für italienische Anleihen gegenüber den deutschen Bundesanleihen auf Rekordwerte gestiegen. Das habe laut Händlern auch in der Schweiz die Finanzwerte belastet. Die Entwicklung deutet auf wachsende Befürchtungen, die angestrebten Reformschritte könnten in einer erneuten politischen Krise steckenbleiben.

Aber auch die Schweizerische Nationalbank beeinflusste die Märkte. Aussagen von SNB-Präsident Hildebrand vom Wochenende schwächen den Frankenkurs gegenüber Dollar und Euro. Demnach sei die SNB bereit weitere Massnahmen zu ergreifen, um der Frankenstärke zu begegnen.

Der SMI steigt bis 12.15 Uhr um 0,06 Prozent auf 5663 Punkte. Zuvor hatte das Minus zeitweise rund 0,7 Prozent betragen. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) steigt um 0,14 Prozent auf 861 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) gibt um 0,01 Prozent auf 5153 Stellen ab.

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