IMPLENIA. Mit dem Eingreifen der EBK hat die Auseinandersetzung zwischen Laxey und Implenia eine neue Stufe erreicht. Derweilen notieren die Titel des Baukonzerns zeitweise gar unter dem Übernahmepreis von 33.23 Fr., den der Hedge-Fonds als Minimalangebot für Implenia ausgegeben hat. Daher stellt sich die Frage, ob die Kleinaktionäre der wenig lukrativen Offerte von Laxey doch erliegen könnten.

Verkauf über Markt empfohlen

«Wenn jemand seine Titel verkaufen will, sollte er dies bei einem Kurs auf dem Niveau des Angebotspreises über den Markt machen», empfiehlt Martin Hüsler, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Denn noch stehe nicht fest, ob sonst zusätzliche Steuern anfallen würden.Die Meinungen der Analysten sind geteilt, wie ein Implenia-Investment zu beurteilen ist. «Angesichts des schwierigen Umfelds im Schweizer Baumarkt und der behutsamen Auslandsstrategie von Implenia erscheint bereits eine Spekulationsprämie im Titel enthalten zu sein», ist Hüsler überzeugt. Zudem glaubt er nicht, dass Laxey einen höheren Wert schaffen könnte, ausser der Baukonzern würde filetiert oder verkauft. Er hält daher an seiner Einstufung «marktgewichten» fest. Auch Helvea setzt Implenia auf «neutral».Gar einen Verkauf des Titels empfiehlt Vontobel-Analyst Philipp Gamper. Er bezieht sich dabei auf die Marktaussichten und die Margen, die in der hiesigen Baubranche wenig berauschend ausfallen. «Zudem wollen wir nicht dem Spekulationskarussell aufsitzen, das bei Übernahmekämpfen zu drehen beginnt», so Gamper. Die unklare Laxey-Strategie und das noch kleine Auslandsgeschäft von Implenia lasse kurzfristig keine grosse Wertsteigerung erwarten. Einzig die Berenberger Bank hält Implenia für kaufenswert.