Die Spielwarenbranche entwickelt sich gut. Schätzungsweise 457 Mio Fr. beträgt in diesem Jahr der Umsatz für traditionelle Spielwaren in der Schweiz (Vorjahr: 441 Mio Fr.). Für Videospiele (Hard- und Software) werden es etwa 420 Mio Fr. (400 Mio Fr.). Diese Zahlen zeigen: Der Spielwarenmarkt reagiert nicht auf konjunkturelle Schwankungen und E-Games sind eine Ergänzung zu den traditionellen Spielwaren und keine Konkurrenz.

Wer spart schon bei Kindern?

Warum ist der Spielwarenmarkt trotz schlechter Rahmenbedingungen krisenresistent? Bei Kindern spart man zuletzt. In Krisenzeiten orientieren sich die Leute mehr an traditionellen Werten. Erfahrungsgemäss wird während einer Rezession mehr gespielt und generell mehr Zeit zu Hause zusammen mit der Familie verbracht. Gespart wird eher beim Ferienbudget oder beim Kauf eines neuen Autos.

Einmaliger Unterhaltungswert

Spielen bietet einen hohen Unterhaltungswert zu einem unschlagbar kleinen Preis. Berechnet man den Preis einer Stunde Unterhaltung pro Spielzeug oder für ein Gesellschaftsspiel, stellt man dies schnell fest.

Zudem erfreut Spielzeug die Kinder mit einem hohen pädagogischen Wert. Es fördert die geistige und soziale Entwicklung, unterstützt das Kind beim Erlernen verschiedener Fähigkeiten und fördert die Kreativität sowie die Fantasie. Erwachsene entdecken beim Spielen ungeahnte Talente, Emotionen, Entspannung und 100% Spass.

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Stark im Trend sind Konsolenspiele wie Playstation, Xbox und Wii, die vorsichtig geschätzt um 40% zulegen dürften. Bei den traditionellen Spielwaren sind 2008 die Klassiker hoch im Kurs. Die Konsumenten achten auf Qualität und Spielwert. Holzspielwaren, Spiele, Puppen, Produkte zum Konstruieren und kreativen Basteln sind besonders gefragt. Am meisten gehen Spielwaren der Kategorie Kleinkinder/Vorschule über den Ladentisch (21,8%), gefolgt von Spielen/Puzzles (16,3%), Konstruktionsspielzeug (15,5%), Fahrzeugen (13,2%) und Puppen (12,1%).

Trend setzt sich 2009 fort

Im nächsten Jahr wird eine Fortsetzung dieses Trends erwartet. Umsatzmässig rechnet die Branche 2009 mit einem Plus von 2%.