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Pilotprojekt
Stadt Zug wird zum Bitcoin-Vorreiter

Bitcoin: Die Stadt Zug startet ab Juli einen Testlauf mit der digitalen Währung. Keystone

Hochmodern gibt sich die Stadt Zug: Ab diesem Juli können Gebühren teilweise in Bitcoins beglichen werden. Kein Zufall, denn in der Region haben einige Firmen der digitalen Finanzbranche ihren Sitz.

Veröffentlicht am 03.05.2016

Am Schalter der Einwohnerkontrolle der Stadt Zug können Gebühren bis 200 Franken ab Juli mit Bitcoins bezahlt werden. Der Stadtrat wird aufgrund der Erfahrungen entscheiden, ob künftig Bitcoins oder allenfalls andere digitale Währungen als Zahlungsmittel für weitere städtische Dienstleistungen akzeptiert werden sollen.

Der Stadtrat will mit dem Pilotprojekt gegenüber den Firmen der digitalen Finanzbranche in der Region Zug und der Öffentlichkeit ein Zeichen setzen, wie er in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. «Wir wollen unsere Offenheit für die neuen Technologien zum Ausdruck bringen und frühzeitig eigene Erfahrungen sammeln», wird Stadtpräsident Dolfi Müller zitiert.

Nach sechs Monaten wird Bilanz gezogen

Ende 2016 erfolge eine Analyse der mit Bitcoins gemachten Erfahrungen. Danach wird der Stadtrat über die Zukunft der digitalen Zahlungsmittel in der Zuger Stadtverwaltung entscheiden.

Bitcoin ist eine digitale Geldeinheit, mit der Überweisungen direkt zwischen den Nutzern über das Internet abgewickelt werden können, ohne dass dazu eine zentrale Abwicklungsstelle notwendig ist. Der Zahlende muss lediglich die Bitcoinadresse des Zahlungsempfängers kennen, um einen Betrag zu überweisen. Der Kurswert von Bitcoin ergibt sich aufgrund von Angebot und Nachfrage.

(sda/jfr/me)

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