Die Stimmung an den Börsen in Asien hat sich am Donnerstag leicht aufgehellt. Da die Aktienmärkte in China dank eines Feiertags geschlossen blieben, rückten die Sorgen über die jüngsten Turbulenzen in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt ein wenig in den Hintergrund.

Die meisten übrigen Märkte verzeichneten Gewinne, was auf Schnäppchenjäger zurückzuführen ist, welche die derzeit tiefen Kurse nutzen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte zum ersten Mal seit vier Tagen wieder zu.

Unsicherheiten bleiben

Analysten äusserten sich jedoch vorsichtig. «Solange der Zustand der chinesischen Wirtschaft nicht klar ist, wird es keine wirkliche Erholung am Markt geben», sagte etwa Fujio Ando von Chibagin Securities. Die Anleger würden genau beobachten, ob die Analysten an den Umsatz- und Gewinnerwartungen für die grossen japanischen Unternehmen mit Engagement in China festhielten. Zuletzt hatten enttäuschende Konjunkturdaten aus China die Märkte weltweit in die Tiefe gezogen.

Der Nikkei-Index ging am Donnerstag mit einem Plus von 0,48 Prozent bei 18'182 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index schloss mit 0,61 Prozent im Plus bei 1474 Zählern. Der Leitindex in Südkorea präsentierte sich auf dem Niveau des Vortages. Auch der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien ausserhalb Japans tendierte kaum verändert.

In China blieben die Börsen wegen der Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkrieges und des Sieges über Japan geschlossen. Sie öffnen wieder am Montag.

(sda/dbe/hon)