Der Absturz der Börsen setzte sich auch in der vergangenen Woche fort. Während der SMI dabei allerdings ein bescheidenes Wochenminus von 1,2 Prozentpunkten lieferte, zog es das vom Researchhaus thescreener.com automatisiert für stocksDIGITAL geführte Musterdepot doch etwas stärker nach unten. Das Portfolio verlor 3,0 Prozentpunkte und liegt nun seit dem Jahresanfang mit einem Minus von 6,4 Prozent fast gleichauf mit dem SMI.

Im Depot zeigten sich dabei fast alle Titel als schwach. Lediglich die Aktie von Intershop hielt sich in etwa auf dem Vorwochenniveau. Einer der Gründe für die Stabilität des Immobilienhauses dürfte wohl auch die hohe Dividendenrendite von geschätzt 5,0 Prozent für 2015 sein. In flauen Börsen- und Krisenzeiten suchen Anleger eben Unternehmen, die hohe nachhaltige Dividenden bieten und damit ein stabiles Geschäftsmodell signalisieren.

Alpiq, Sunrise und Swiss Life sind neu im Depot

Ansonsten gab es eine Reihe von Veränderungen im Depot. Mit jeweils einem kleinen Gewinn schieden Galenica und Mobimo aus, und auch die Neuaufnahme der letzten Woche – Bossard – wurde ebenfalls verkauft. Dabei bescherte die Aktie des Spezialisten für Verbindungssysteme in nur einer Woche einen rasanten Kursabsturz um 8,5 Prozent.

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An die Stelle der Abgänge traten Alpiq, Sunrise und Swiss Life. Die Aktie des Versicherers zählte schon seit Herbst zu den Top-Performern an der Börse, konnte zuletzt aber zusätzlich vom für den 21. März beschlossenen Aufstieg in den SMI profitieren. Der Konzern aus Zürich wird dann das bisherige Indexmitglied Transocean ersetzen, das künftig aus Kostengründen nicht mehr an der SIX, sondern nur noch in den USA gehandelt werden soll. Swiss Life notiert aktuell an der Unterstützung bei 250 Franken. Kommt es zu einer allgemeinen Börsenberuhigung,  dürfte der Kurs des Finanzkonzerns von dieser Hürde ganz schnell wieder in Richtung des Siebenjahreshochs vom Jahreswechsel abheben. Zumindest bis zur Umstellung des Index in zwei Monaten dürfte die Stimmung für Swiss Life durch den SMI-Aufstieg beflügelt werden.

Alpiq – im Langzeithoch und ein Konzernumbau

Seit Herbst nach oben ging es auch mit dem Depotneuzugang Nummer zwei, mit der Alpiq Holding. Der Kurs des Energiekonzerns kletterte seit Juli um einen Drittel. Kurssteigernd wirkte dabei beispielsweise die Diversifikation des Geschäftsmodells, etwa mit Kooperationen im Endkundengeschäft oder mit dem Verkauf von Konzernteilen. Ende 2015 war das beispielsweise der Verkauf des Gas-Kraftwerks Bayet. Alpiq fliessen daraus 45 Millionen Franken zu, und das Unternehmen will damit seine Nettoverschuldung senken. Selbst jetzt, in einem schwachen Börsenumfeld, hält sich die Aktie stabil über der Marke von 100 Franken. Da könnte es bald zu weiteren Kursgewinnen kommen.

Neuaufnahme Nummer drei in dieser Woche – Sunrise – ist, anders als die beiden anderen Titel, nicht in einem Höhenflug. Vielmehr hat die Aktie des Telefonkonzerns seit dem Börsengang vor ziemlich genau einem Jahr rund 20 Prozent an Wert verloren. Allerdings blicken die Analysten, beispielsweise von Morgan Stanley, zuversichtlich für den Konzern aus Zürich voraus und geben ein Kursziel von 84 Franken aus. Das wären rund 50 Prozent Kurspotenzial.