Alle «Gadget-Jäger» müssen 2014 auf einen Beutezug verzichten. Erstmals nach sechs Jahren haben sie nicht mehr die Möglichkeit, an der üblicherweise im Herbst stattfindenden Strukturierte-Produkte-Messe nach Kugelschreibern, Stofftieren, Schokolade oder Smartphone-Taschen Ausschau zu halten. Sukzessive sind Besucher- und Ausstellerzahl geschrumpft.

Auch der verkleinerte Auftritt als Strukturierte-Produkte-Forum im vergangenen Jahr konnte das Ende dieser Veranstaltung nicht verhindern. Vielmehr haben sich die Verantwortlichen für eine Fusion mit der Fondsmesse entschieden. Anfang Februar 2015 wird im Kongresshaus die erste Schweizer Finanzmesse stattfinden.

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Anlagewelt.ch – neues Messeformat mit vielen Möglichkeiten

Ein absolut neuartiges Schaulaufen des Geldsektors wird bereits in der kommenden Woche stattfinden: Am 24. und 25. September steht die Premiere der Anlagewelt.ch an. Das Besondere: Es handelt sich dabei um eine reine Online-Messe. Professionelle Investoren und Privatanleger müssen sich zunächst registrieren, um dann vom Büro oder von zuhause aus durch die virtuellen Ausstellungshallen schlendern zu können. Dabei können die Teilnehmer ihre Person über den Rechner bewegen und die unterschiedlichsten Ziele ansteuern. «Der Interaktion sind keine Grenzen gesetzt», erklärt Martin Raab, Executive Director bei Derivative Partners. Das Zürcher Unternehmen veranstaltet die Anlagewelt.ch gemeinsam mit E-Merging, einem von der Privatbank Lombard Odier betriebenen B2B-Netzwerk. Wenn ein Besucher beispielsweise zu einem bestimmten Messestand geht, kann er dort Präsentationen verfolgen oder das Gespräch mit einem Mitarbeiter suchen. Dazu öffnet sich wahlweise ein Chat oder es wird ein Online-Telefonat eingerichtet.

50 Aussteller konnten die Organisatoren von ihrem Konzept überzeugen. Dabei handelt es sich um die Anbieter von klassischen Investmentfonds, Exchange Traded Funds (ETF), strukturierten Produkten oder von alternativen Anlagen. Hinzu kommen Vermögensverwalter, spezielle Dienstleister der Finanzindustrie sowie Medienhäuser. Beispielsweise haben Vontobel, Commerzbank, ETF Securities, iShares, Leonteq, RobecoSAM, SIX Structured Products Exchange und ZKB einen Auftritt programmieren lassen. Sie können mit mehreren tausend Besuchern rechnen. Bis dato haben sich rund 2000 Personen registriert. «Was zeigt, dass dieses Format den Zeitgeist trifft», erklärt Martin Raab. Er rechnet damit, dass die Zahl der Anmeldungen in den Tagen bis zur Messe noch deutlich zunehmen wird.

Prominente Referenten

Für den Bankenvertrieb sieht er den zentralen Vorteil des virtuellen Ansatzes in der kostengünstigen Akquise von Kontakten. «Auf der anderen Seite können sich Investoren von wo aus immer sie möchten mit Informationen versorgen», ergänzt Raab. Er betont, dass die Teilnehmer virtuelle Visitenkarten tauschen können. «Im Nachgang lässt sich also problemlos ein persönliches Treffen vereinbaren», so der Organisator. Abrunden soll die Veranstaltung eine Reihe von Fachvorträgen.

Unter anderem wird Marc Faber auf Anlagewelt.ch vertreten sein. Der als «Dr. Doom» bekannte Börsenguru gibt per Video einen Investmentausblick auf das kommende Jahr. Übrigens sollen sogar die «Gadget-Jäger» nicht zu kurz kommen. Laut Martin Raab sind an der virtuellen Messe Verlosungen geplant respektive können die Aussteller zum Beispiel über Coupon-Systeme Präsente verteilen. Hier muss dann einzig die Schweizer Post für eine Übertragung in die reelle Welt sorgen.

Schaulaufen 2.0

Am 24. und 25. September öffnet die Anlagewelt.ch jeweils von 9 bis 21 Uhr ihre Türen. Besucher können sich kostenlos registrieren. Dazu genügt es, eine kurze Anmeldemaske mit Zugangskennwort auszufüllen. Nach Angaben der Veranstalter ist hier der Datenschutz sowie auch bei Kontaktaufnahmen, Chats oder Telefonaten gewährleistet. Neben 50 Ausstellern erwartet die Besucher ein Rahmenprogramm von rund 20 Fachreferaten. Auch die Axel Springer Schweiz AG ist beim virtuellen Anlass vertreten. Weitere Infos sowie Registrierung unter www.anlagewelt.ch.