Vom Nespresso zum Frühstück, über den hastigen Blick auf die Swatch-Uhr während der Fahrt ins Büro, bis zur abendlichen Erholung am iPad von Apple oder vor dem Samsung-Fernseher – Tag für Tag, Stunde für Stunde, sind die Konsumenten mit namhaften Marken umgeben. Konzerne, denen es gelingt, Logos und Namen ihrer Produkte in das kollektive Gehirn einzubrennen, dürfen sich glücklich schätzen.

«Marken zählen zu den wertvollsten finanziellen Vermögenswerten moderner Unternehmen», meint Doreen Wang vom Marktforscher Millward Brown. Ihrer Ansicht nach helfen sie nicht nur, die Umsätze anzutreiben und den Marktanteil auszubauen. «Marken tragen mehr zur Schaffung von Shareholder Value bei als jedes andere materielle oder immaterielle Asset», vermutet die Managerin.

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Apple ist der grosse Gewinner

Als Beleg für diese These verweist sie auf ein eigens konstruiertes Portfolio. Darin sind Unternehmen enthalten, deren Marken gemäss dem von Wang verantworteten Ranking «BrandZ» zu den 100 wertvollsten der Welt zählen. Auf Sicht von zehn Jahren hat die Auswahl ihren Wert gut verdoppelt und damit den US-Leitindex S&P 500 weit abgehängt. Ein Blick auf die gerade veröffentlichte Wertung für 2015 führt schnell zu einem Treiber der Outperformance. An der Spitze thront mit Apple ein absoluter Börsen-Highflyer. BrandZ taxiert den Wert des Logos mit dem angebissenen Apfel auf knapp 247 Milliarden US-Dollar. Die Steigerung um mehr als zwei Drittel gegenüber dem Vorjahr führen die Experten auf das iPhone zurück. Mit dem grossen Erfolg der sechsten Generation des Kulthandys hätten die Kalifornier Zweifel an ihrer Rolle als Innovationsführer beiseitegeschoben.

Während Apple in der BrandZ-Wertung den Internetkonzern Google (Markenwert 173,7 Milliarden US-Dollar) als Spitzenreiter abgelöst hat, ist das Unternehmen bei einem weiteren, viel beachteten Contest quasi als Top-Label abonniert. 2015 dominierte Apple auf der Forbes-Liste «The World's Most Valuable Brands» bereits das fünfte Mal in Folge.

Leonteq emittiert ein Top-Marken-Zertifikat

Leonteq hat die kürzlich veröffentlichte Analyse des Wirtschaftsmagazins zum Anlass für eine Neuemission genommen. Mit Apple, Microsoft, Google, Coca-Cola und IBM bilden die Top-5-Marken das Underlying für einen Multi Barrier Reverse Convertible (ISIN CH0281542958). Das in Franken denominierte Produkt bringt einen garantierten Coupon von 7 Prozent p.a. mit.

Unter folgender Voraussetzung erhalten Anleger in zwei Jahren den Nominalwert vollständig zurück: Keine der fünf Aktien fällt auf die Barriere bei 55 Prozent zurück. Sollte der Risikopuffer nicht ausreichen, wären Anleger dem vollen Kursrisiko des schwächsten Titels ausgesetzt.

Gelungener Start für ZKB-Tracker …

Als einziger Vertreter dieses Quintetts ist Coca-Cola in einem von der ZKB aufgesetzten Tracker-Zertifikat (ISIN CH0226844634) zu finden. Der Getränkekonzern gesellt sich dort zu 19 weiteren internationalen Firmen. Für die Schweiz schickte die Kantonalbank neben der Jungfraubahn Holding die Uhrenhersteller Swatch und Richemont ins Rennen.

Der Start in die insgesamt dreijährige Laufzeit ist geglückt: Seit der Emission im vergangenen September verteuerte sich der Marken-Basket um 6,6 Prozent. Damit schnitt die Auswahl weltweit deutlich besser ab als der Aktienmarkt. Für den MSCI World steht im Vergleichszeitraum ein Plus von gut 2 Prozent zu Buche. Anfallende Dividenden der in dem Korb enthaltenen Unternehmen fliessen netto in den Basiswert ein.

… und ein Aktienindex mit Top-Marken

Als Alternative zu solchen statischen Basketlösungen bieten sich Aktienindizes an. Zwar gibt es keine Vergleichsindizes, die speziell auf Markenunternehmen abzielen, aber die Dichte an solchen Unternehmen ist, vor allem im Konsumsektor, hoch. Das gilt beispielsweise für den STOXX 600 Personal & Household Goods. Unter den Mitgliedern dieses Gradmessers ist das Who's who der europäischen Markenwelt zu finden. Zu den zehn grössten Positionen zählen die Luxusunternehmen LVMH und Richemont, ebenso wie der Sportartikelhersteller Adidas oder der Lebensmittelriese Unilever. An der Börse kommt diese Mischung an. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Index um gut einen Fünftel verteuert, und damit hat er den breiten europäischen Markt klar hinter sich gelassen. Mit einem Tracker-Zertifikat (ISIN CH0110645535) der UBS können sich Anleger die Benchmark ins Portfolio holen. Für das Open-End-Produkt fallen keine Gebühren an.