Szenario Gesamtmarkt Der SMI ist dabei, die letzte charttechnische Hürde vor dem Allzeithoch aus dem Weg zu räumen. Jedenfalls liess der Leitindex mit dem Verlaufshoch von 9537,90 Punkten das Widerstandsareal zwischen 9400 und 9450 Zählern deutlich hinter sich. Gleichzeitig trennten ihn nur noch gut zehn Punkte von der historischen Bestmarke. Obwohl der SMI am Donnerstagvormittag zunächst etwas nachgegeben hat, stehen die Chancen gut, dass die seit längerem laufende Rekordjagd schon bald von Erfolg gekrönt sein wird. Den nötigen Impuls könnten beispielsweise die am Freitagnachmittag zur Veröffentlichung stehenden Arbeitsmarktdaten aus den USA liefern.

Das Produkt Für eine kurzfristige Spekulation auf steigende Kurse bei den 20 grössten Blue Chips des Landes eignet sich das Faktor-Zertifikat (ISIN DE000CM2G0H2). Dieses Long-Produkt partizipiert mit einem stabilen Hebel von sechs an Zugewinnen im SMI. Im Gegensatz zum klassischen Warrant nimmt die implizite Volatilität des Basiswertes keinen Einfluss auf den Preis des Derivats. Die Risiken sind aber auch erhöht. Sobald der SMI nachgibt, verliert das Faktor-Zertifikat überproportional an Wert.

Bei Apple kann es zu einer Korrekturphase kommen

Szenario Einzelwert Von solchen Zahlen kann die Börsenwelt nur träumen: Apple verdiente von April bis Juni knapp 10,7 Milliarden US-Dollar und damit 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Und doch musste der Aktienkurs des Technologieriesen kräftig Federn lassen seit der Konzern vor zwei Wochen diesen Zwischenbericht präsentiert hatte. Konkret gab der Titel bereits rund 13 Prozent ab. Offensichtlich waren vielen Investoren darüber enttäuscht, dass Apple weniger iPhones absetzen konnte als erwartet. Ausserdem blieben die Kalifornier mit ihrer Prognose leicht unter dem Konsens der Analysten. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass sie keine Verkaufszahlen zur AppleWatch vorgelegt hatten. Mit Aussagen, wonach die neue Hightech-Uhr die internen Erwartungen übertroffen habe, konnte das Management den charttechnischen Flurschaden nicht abwenden. Die Apple-Aktie ist aus einem kurzfristigen Seitwärtstrend gefallen und rutschte zudem unter die 200-Tage-Linie. Diesen viel beachteten gleitenden Durchschnitt unterbot der Schlusskurs des Nasdaq-Titels zuletzt im November 2012.

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Das Produkt Anleger, die nach diesem Verkaufssignal mit einer anhaltenden Korrektur rechnen, könnten einen Blick auf einen Put-Warrant (ISIN CH0285958382) werfen. Der Ausübungspreis des kurz vor Weihnachten fälligen UBS-Produkts liegt bei 120 US-Dollar. Aktuell sorgte diese Konstellation dafür, dass der Optionsschein fallende Notierungen bei der Apple-Aktie mit einem Hebel von 10,8 in Gewinne ummünzt. Sollte der Basiswert hingegen nach oben drehen, müssten Produktinhaber mit hohen Verlusten rechnen.