Die Erholung an der Börse vom Kurseinbruch von Anfang Oktober setzt sich fort. In der vergangenen Woche legten dabei sowohl das vom Researchhaus thescreener.com für stocksDIGITAL geführte Musterdepot wie auch der SMI zu.

Bemerkenswerte Kursausschläge gab es in der vergangenen Woche bei der VP Bank. Zwar keine grossen Bewegungen – lediglich 3 oder 4 Prozent nach unten und oben –, aber auf Wochensicht fiel die Notierung des Vaduzer-Finanzhauses zuerst, erholte sich dann schnell wieder und gab schliesslich erneut nach, um dann wieder zuzulegen. Die wie gewohnt niedrige Volatilität der Aktie nahm dadurch deutlich zu. Während sie auf Jahressicht bei 17,1 Prozent liegt und in den letzten 30 Tagen bei 21,6 Prozent gelegen hatte, sprang sie in der abgelaufenen Woche auf 30,5 Prozent.

VP Bank gemächlich, Givaudan mit technischer Phantasie

Nennenswerte Meldungen kamen dabei nicht aus der Firmenzentrale in Liechtenstein. Immerhin wurde die Bank jedoch vor kurzem für die Qualität von Gestaltung und Reporting ihres Geschäftsberichts ausgezeichnet. Eine Jury aus Kommunikations- und Finanzprofis zählt das Jahreswerk zu den zwölf besten in der Schweiz und in Liechtenstein.

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Deutliche Kursgewinne von rund 5 Prozent konnte diese Woche die Aktie von Givaudan verbuchen. Nach Überwindung des Widerstands im Bereich des Allzeithochs um 1550 Franken konnte der Wert Mitte der Woche eine deutliche Kursdynamik nach oben entwickeln. Inzwischen ist sogar schon die obere Begrenzungslinie des Aufwärtstrends, die bei rund 1600 Franken verläuft, so gut wie erreicht worden. Fällt auch diese Markierung, könnte das den Auftrieb der Aktie zumindest kurzfristig weiter beschleunigen.

Tecan bietet die Chance auf schnelle 10 Prozent

Neben Interroll, die den Kurseinbruch von Mitte Oktober inzwischen so gut wie wettgemacht hat, zählt Tecan Group zu den Wochengewinnern. Der Titel kämpft derzeit mit der 100-Franken-Marke. Von hier sind zwar nicht die ganz grossen Sprünge zu erwarten, jedoch schnelle Steigerungen um 5 bis 10 Prozent.

Nachdem Lonza nach einem ganz kurzen Gastspiel von nur zwei Wochen mit einem Mini-Verlust verkauft worden war, rückte Ascom Holding neu ins Depot auf. Die Aktie des Spezialisten für Kommunikation und Mobilfunk konnte vor wenigen Tagen den Abwärtstrend vom April nach oben durchbrechen. Das macht Hoffnung auf weitere Gewinne.

Ascom – Anleger setzen auf ein starkes zweites Halbjahr

Operativ konnte der Konzern aus Baar zuletzt mit den Halbjahreszahlen Mitte August nicht ganz überzeugen. So fielen Umsatz und Gewinn in den ersten sechs Monaten von 225,1 auf 202,7 Millionen und von 14,5 auf 8,2 Millionen Franken. Grund waren die sehr hohe Ausgangsbasis vom Vorjahreszeitraum sowie Verzögerungen bei Kundenaufträgen. Immerhin konnte Ascom den Auftragsbestand per Ende Juni im Vergleich zum Jahresende 2013 von 137,3 auf 165,0 Millionen Franken ausbauen. Das lässt für das Gesamtjahr hoffen. Das Management will trotz der schwächeren Zahlen im ersten Semester im 2014 insgesamt das Gewinnniveau des Vorjahres erreichen.

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Operativ besteht da also nach oben noch Spielraum. Anleger setzen deshalb nicht nur auf die Präsentation der Jahreszahlen vom 11. März 2015, sondern auch auf den Fall der 15-Franken-Marke. Gelingt der Sprung über die Hürde, könnten schnell Kurse von 16 oder 17 Franken drin sein.

Mehr zur Systematik des Depots unter thescreener.com.