Eine Horrorwoche! Das vom Researchhaus thescreener.com automatisiert für stocksDIGITAL geführte Musterdepot büsste in den letzten Tagen 3,2 Prozentpunkte ein, die Performance seit dem Jahresanfang fiel dadurch von 10,2 auf 7,0 Prozent. Immerhin: Auch der SMI rutschte nach unten und zwar ebenfalls um 3,2 Prozentpunkte. Aus einem bisherigen Jahresplus im Index von 3,2 Prozent wurde durch die Korrektur die Nullstelle.

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Zu den grössten Verlierern zählte neben AMS – dazu mehr unter Derivaten – die Aktie von Burckhardt Compression. Obwohl der Maschinenbauer seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 um 6,4 Prozent auf 473,6 Millionen Franken steigern und den Gewinn um 6,7 Prozent auf 16.93 Franken je Aktie hochschrauben konnte, fiel der Kurs nach Vorlage der Zahlen um rund 10 Prozent nach unten. Dabei stellt der Konzern aus Winterthur für das laufende Jahr bis Ende März 2016 sogar weitere Umsatzsteigerungen und noch höhere Gewinne in Aussicht. Offensichtlich haben da viele Anleger die positiven Daten zum Ausstieg genutzt, getreu dem Motto: «Buy on rumors, sell on the news» – auf Gerüchte hin kaufen, bei Vorlage der Fakten dann aussteigen.

Komax und VZ Holding – Kursverlust ohne gewichtige Nachrichten

Zu den Wochenverlierern zählt auch Komax Holding. Beim Automatisierungsspezialisten liegen zwar keine gewichtigen Nachrichten vor, dennoch rutschte die Aktie um mehr als 5 Prozent ab. Anleger warten nun gespannt auf die Präsentation der Halbjahreszahlen am 18. August. Nachdem durch den Kursverfall die Unterstützung um 160 Franken erreicht worden ist, dreht die Aktie jetzt möglicherweise sogar schnell wieder nach oben.

Kursminus auch beim bisherigen Highflyer VZ Holding. Beim Finanzdienstleister liegen zwar ebenfalls keine schwerwiegenden Meldungen vor, doch nach dem rasanten Kursanstieg der letzten Monate ist die aktuelle Korrektur fast schon eine willkommene Beruhigungspille. Immerhin konnte die Aktie des Konzerns aus Zürich von der Unterstützung um 210 Franken wieder nach oben drehen. Wirklich handfeste Daten sind bei VZ übrigens erst am 17. August mit Vorlage der Halbjahreszahlen zu erwarten.

Ypsomed – Kurssprung nach Kaufempfehlung

Einziger Lichtblick im aktuell düsteren Börsenumfeld war die Aktie von Ypsomed. Das Medizintechnikunternehmen machte vor wenigen Tagen einen Kurssprung um rund 5 Prozent und durchschnitt dabei die 100-Franken-Marke wie ein Messer warme Butter. Auslöser für den Run auf die Aktie war eine Kaufempfehlung von Credit Suisse. Die Analysten der Bank stufen Ypsomed von «neutral» auf «outperform» und erhöhten ihr Kursziel von 85 auf 140 Franken. Vom aktuellen Niveau aus betrachtet wird wohl der jüngste Kursanstieg damit noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Nachdem BB Biotech und BKW in der vergangenen Woche aus dem Depot genommen wurden, kamen an ihre Stelle mit Ascom und Vetropack zwei neue Hoffnungsträger ins Portfolio.

Neuzugänge – Ascom will organisch stark wachsen, Vetropack kauft zu

Operativ stagnierte Ascom im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Umsatz zwar nur, doch im laufenden Jahr wird ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 7 und für 2016/17 gar von 5 bis 10 Prozent angekündigt. Die Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll steigen und dabei von 15,4 Prozent im abgelaufenen Jahr auf 14 bis 18 Prozent zulegen.

Der zweite Neuzugang, der Hersteller von Glasverpackungen, Vetropack, machte erst vor wenigen Tagen Schlagzeilen mit der Übernahme eines italienischen Glaswerks. Die neue Tochter bringt einen Jahresumsatz von 60 Millionen Euro mit in den Konzern. Damit macht das Unternehmen aus Bülach einen Sprung im Umsatz von rund 10 Prozent. Das Ergebnis dürfte wegen Synergieeffekten überproportional zulegen.