Da die «Baby-Boomer»-Generation das Rentenalter erreicht, gibt es eine Zunahme der Rentenbezüger und somit der Ausgaben im Vorsorgebereich. Aufgrund der immer höheren Lebenserwartung wird auch die Dauer der Rentenbezüge immer länger. Dabei nehmen die Einkünfte der Vorsorgewerke wegen der demografischen Entwicklung nicht im erforderlichen Mass zu.

Die derzeitigen Trends an den Kapitalmärkten – Niedrigstzinsen, Staatsverschuldungen, tiefes Wirtschaftswachstum – verschärfen die Finanzierungslücke zusätzlich. Diese Problematik ist nicht nur in Industrieländern ein Thema, sondern akzentuiert sich zunehmend auch in Schwellenländern, da neben der generellen Erhöhung der Lebenserwartung auch in weniger entwickelten Ländern die Geburtenrate zu sinken beginnt.

Starkes Wachstum bei Pensionsvermögen

Das in Fonds gebündelte Vermögen wie auch die auf Mandatsbasis betreuten Gelder im Vorsorgebereich werden stark zunehmen. Gemäss Schätzungen von Towers Watson beliefen sich die Pensionsvermögen der 16 grössten Länder der Ende 2014 auf 36 Billionen Dollar. Für die letzten zehn Jahre entspricht dies einer Zunahme von 6 Prozent pro Jahr, der entsprechende Wert für die Schweiz liegt bei 4,5 Prozent.

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Die mit Abstand grössten Pensionsvermögen befinden sich in den USA sowie in Grossbritannien und in Japan. Es muss deshalb mit hoher Priorität sichergestellt werden, dass Schweizer Asset-Management-Anbieter an diesem internationalen Wachstum der institutionellen Vermögenswerte partizipieren können.Von der Asset-Management-Industrie bisher noch wenig beachtet, wurde die sogenannte Entsparphase. Die diesbezüglich zu beantwortende zentrale Frage lautet: Wie können individuelle Vorsorgebedürfnisse möglichst effizient mit gepoolten Anlagen abgeglichen werden?

Markus Fuchs, Geschäftsführer der Swiss Funds & Asset Management Association SFAMA