Die laufende Berichtssaison im SMI hat mit elf vorgelegten Zwischenbilanzen die Halbzeit überschritten. Da Julius Bär, SGS und Swatch für die abgelaufene Periode keine Zahlen veröffentlichen, stehen lediglich noch sechs Unternehmen aus. Da gibt es nicht mehr allzu viele Möglichkeiten, die Berichtssaison noch aufzupeppen. Eine genaue Prüfung der offengelegten Bücher zeigt bis dato nämlich ein gemischtes Bild. Zwar konnten sechs Konzerne die Erwartungen übertreffen, nahezu ebenso viele aber enttäuschten auch. Bei den drei Schwergewichten Novartis, Nestlé, und Roche liegt das Verhältnis von positiven zu negativen Überraschungen sogar nur bei eins zu zwei.

Nestlé und Novartis unter den Schätzungen, …

Während Nestlé beim Umsatz im dritten Quartal die Erwartungen verfehlte und gleichzeitig auch die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr nach unten schraubte, vermieste ein schwächelndes Geschäft mit Augenmedikamenten und Kontaktlinsen die Novartis-Bilanz. Insgesamt schrumpfte der Quartalsumsatz des Pharma-Riesen um 6 Prozent, der Gewinn brach um 42 Prozent ein. Am Ausblick auf das Gesamtjahr änderte CEO Joseph Jimenez aber nichts.

Mit gegenteiligen Nachrichten sorgte hingegen Roche für Schlagzeilen. Der Konzern ist vor allem mit seinen Krebsmedikamenten und Arzneien aus dem Bereich der Immunologie auf Expansionskurs.

… Roche besser als erwartet und höhere Prognosen

Nachdem sich Roche nach neun Monaten besser als erwartet präsentierte, hob der Vorstand sogar die Untergrenze für das ausgegebene Jahresziel an. Erwartet wird nun ein Verkaufszuwachs im «mittleren einstelligen Bereich», zuvor hatten die Basler noch einen «niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich» angestrebt. Das Plus beim Kerngewinn soll weiterhin überproportional ausfallen.

Anleger können sich mit aussichtreichen Produkten die drei SMI-Schwergewichte gemeinsam ins Depot holen. Attraktive Ausstattungsmerkmale weist beispielsweise eine Neuemission der ZKB auf das Trio auf.

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SMI-Schwergewichte mit Teilschutz

Das Multi-Bonus-Zertifikat (ISIN CH0295521212) hält eine Bonus-Chance von 20 Prozent parat. Dazu reichen seitwärts tendierende Kurse locker aus. Bleibt also der Risikopuffer von einem Viertel bei jedem Basiswert unversehrt, ist die Rendite sicher. Es ist sogar noch mehr drin, sollte der Basket über den Bonus-Level hinaus steigen. Bei einer Verletzung der Barriere schaltet sich der Bonusmechanismus aus. Für den Fall, dass mindestens ein Mitglied am Schluss unter seinem Strike schliesst, richtet sich die Rückzahlung nach dem «Worst-Performer». Die Laufzeit endet nach zwei Jahren.

Wer einen noch etwas längeren Anlagehorizont hat, kann einen Blick auf ein Produkt von Leonteq werfen. Der neue Struki (ISIN CH0281550456) läuft ein Jahr länger, zeigt sich dafür aber mit einer Bonus-Rendite von 30 Prozent auch attraktiver. Zudem fällt der Risikopuffer mit 30 Prozent etwas höher aus. Besonders mutige Trading-Naturen können aber auch einen Gang höher schalten und das positive Momentum bei den Roche-Genussscheinen nutzen. Das Faktor-Zertifikat (ISIN DE000CZ34UH0) der Commerzbank hebelt die Kursbewegungen mit einem konstanten Multiplikator von fünf.

Givaudan überzeugt

Ebenso wie bei Roche kamen auch die Zahlen des Aromenspezialisten Givaudan am Markt gut an. Bereinigt um Währungsschwankungen und Zukäufe legten die Umsätze um 3,3 Prozent zu. Der in Genf ansässige Konzern profitierte unter anderem von anziehenden Geschäften mit Aromen in Nord- und Südamerika. Da das Tempo im ersten Semester aber deutlich geringer ausgefallen war, wird Givaudan im Gesamtjahr dennoch hinter dem für den Zeitraum 2010 bis 2015 angepeilten operativen Wachstumsziel von durchschnittlich 4,5 und 5,5 Prozent pro Jahr zurückbleiben.

Für einen Seitwärtskurs sollte es bei diesem Blue Chip aber dennoch reichen. Für dieses Szenario eignet sich bestens der Barrier Reverse Convertible (ISIN CH0284057301) der Bank Vontobel. Das Produkt stellt eine Rendite von 6,9 Prozent p.a. bis August des kommenden Jahres in Aussicht. Die Barriere befindet sich bei 1488 Franken, 16 Prozent unter dem aktuellen Niveau.

Syngenta und Credit Suisse – zwei Kursbremsen

In der laufenden Berichtssaison negativ aufgefallen, sind Syngenta und die Credit Suisse. Der Agrochemiekonzern musste sogar die Prognose senken. Zusammen mit der gescheiterten Fusion mit dem Konkurrenten Monsanto war das doch zu viel für Mike Mack. Der Syngenta-CEO räumt Ende Oktober den Chefsessel. Die zweitgrösste Bank des Landes konnte hingegen zwar immerhin die Gewinnerwartungen der Analysten erfüllen, allerdings muss Credit Suisse für den laufenden Konzernumbau mehr Kapital aufnehmen als geplant. Eine rund fünf Milliarden Franken schwere Kapitalerhöhung schickte die Aktie auf Talfahrt und dürfte den Kurs noch längere Zeit ausbremsen.

Risikobewusste Anleger können einen Blick auf den Barrier Reverse Convertible (ISIN CH0295934191) der UBS auf Credit Suisse werfen. Das Produkt steckt bis Anfang September 2016 Rückschläge von bis zu 22 Prozent weg, ohne, dass die Maximalrendite von 7,5 Prozent p.a. in Gefahr gerät.

Wichtige Termine – diese Unternehmen berichten als Nächstes:

Unternehmen

Termin

Adecco

05.11.2015; Q3-Bericht

Holcim

25.11.2015; Q3-Bericht

Julius Bär

02.02.2016; Jahreszahlen

SGS

20.01.2016; Jahreszahlen

Swatch

10.03.2016; Jahreszahlen

Swisscom

05.03.2016; Q3-Bericht

Transocean

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05.11.2015; Q3-Bericht

UBS

03.11.2015; Q3-Bericht

Zürich Insurance

05.11.2015; Q3-Bericht