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BMW, Tesla & Co. – Gewinne mit E-Mobility

BMW i8: Der Autobauer aus München mischt auch bei E-Mobility mit. Bloomberg

Die Markteinführung des BMW i8 setzt neue Massstäbe in der Elektro-Autoindustrie. Und auch Tesla mischt kräftig mit. Mit welchen Zertifikaten Anleger auf der E-Mobility-Welle mitschwimmen können.

Von Christian Ingerl
am 29.05.2014

Wie sieht das Auto von morgen aus? Eine Frage, die inmitten der Zeitenwende – vom Ottomotor zum Elektro-Antrieb – viele beschäftigt. Der deutsche Premiumhersteller BMW zeigt mit seinen neuen i-Modellen, wo die Reise hingehen könnte. Während der elektrische City-Flitzer i3 bereits seit dem vergangenen Herbst auf dem Markt ist, folgt am 6. Juni nun der offizielle Verkaufsstart des Hybrid-Sportwagens i8. Wie gut das Auto ankommt, zeigen die Vorbestellungen: Für das Jahr 2014 ist der i8 ausverkauft.

Und für die nächsten Jahre wird enormes Wachstum vorausgesagt. Die weltweite Produktion von E-Fahrzeugen liegt derzeit bei etwa 150'000 im Jahr, im 2020 sollen es nach Schätzung der Analysten von IHS Automotive bereits eine Million Stück sein. Dies entspricht einer Versechsfachung innerhalb von nur sechs Jahren. BMW als Vorreiter in der Premiumklasse wird dazu ihren Teil beisteuern. Vom i3 wurden im ersten Quartal des laufenden Jahres 2022 Exemplare ausgeliefert. Im Gesamtjahr 2014 wird ein Absatz von rund 20'000 Stück erwartet.

E-Mobility: Ein Faktorzertifikat auf BMW

Anleger können auf verschiedene Art in das zukunftsträchtige Thema investieren. Im Vordergrund stehen Autokonzerne und Akkuhersteller. Unter den Autoproduzenten stechen derzeit hinsichtlich Elektromobilität zwei Unternehmen besonders heraus: Einerseits der weltweit führende Oberklassen-Autobauer BMW, andererseits der Elektro-Pionier Tesla Motors. Die Deutschen sind nicht nur wegen ihrer E-Strategie interessant – vielmehr ist der Hersteller von Nobelkarossen bereits seit Jahren auf Rekordfahrt.

Dies zeigt sich auch am Kurs: Die BMW-Aktie hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdreifacht und nimmt inzwischen den dreistelligen Euro-Bereich ins Visier. Mutige Anleger können mit einem Faktor-Zertifikat auf die weitere Beschleunigung der Notierung setzen. Das Produkt der Commerzbank hebelt die Kursbewegung der BMW-Aktie um den Faktor drei.

Tesla setzt auf Wachstum

Bei Tesla bietet sich aufgrund der hohen Volatilität des Valors ein Renditeoptimierungsprodukt an. Der Ende März dieses Jahres emittierte Barrier Reverse Convertible von Julius Bär stellt aktuell eine maximale Gewinnchance von 18 Prozent in Aussicht. Diese wird durch einen Risikopuffer von einem Drittel geschützt. Diesen «Airbag» kann der Titel aktuell  brauchen, denn im ersten Quartal kam es zu einer kleinen Enttäuschung.

Hohe Vertriebskosten und Modellneuentwicklungen drückten den Anbieter von E-Mobilität in die Verlustzone. Davon lässt sich der US-Konzern aber nicht abschrecken. Tesla setzt weiterhin voll auf Wachstum und möchte mit elektrisch getriebenen Luxuskarossen den Massenmarkt erobern. Für dieses Jahr hält Tesla an ihrem Ziel von 35'000 Auslieferungen fest. Um den langfristigen Erfolg sichern zu können, soll bis 2017 zudem eine gewaltige Batteriefertigung in den USA gebaut werden.

Auf Batteriehersteller setzen

Apropos Batterie, dem Herzstück eines E-Autos. Hier mischt auch der weltweit grössste Akkuproduzent BYD mit. Die Chinesen haben zudem mit Daimler ein fertiges Fahrzeug namens Denza entwickelt, das ab Herbst im Reich der Mitte über die Strassen rollen soll. Passend dazu bietet Leonteq einen Multi Barrier Reverse Convertible auf die beiden Elektro-Spezialisten BYD und auf Tesla an. Das am 26. Mai lancierte Produkt ist mit einem Puffer von 45 Prozent sowie einem Coupon von 15 Prozent p.a. ausgestattet.

Einen noch etwas breiteren Zugang bekommen Anleger mit dem Tracker-Zertifikat der Deutschen Bank auf den Solactive E-Power-Auto-Index. Darin befindet sich neben den bereits erwähnten Titeln Tesla und BYD auch noch GS Yuasa sowie Saft Groupe. Bei den beiden letztgenannten Unternehmen handelt es sich ebenfalls um zwei Batterie-Spezialisten. Die japanische GS Yuasa hat zum Beispiel jüngst mit Bosch und Mitsubishi ein Joint Venture gegründet, um gemeinsam die nächste Generation der Lithium-Ionen-Batterietechnik mit doppelter Energiedichte zu entwickeln. Auf Jahressicht legte das Delta-1-Zertifikat bereits um mehr als einen Drittel zu.

Faktor-Zertifikat auf BMW (ISIN: DE000CM2G295)

Das Hebelprodukt der Commerzbank verfügt über einen Multiplikator von 3. In der Struktur ist keine Knock-out-Schwelle enthalten, und auch die Volatilität des Basiswertes beeinflusst das Zertifikat nicht. Darüber hinaus verfügt das Faktor-Zertifikat über eine Endlos-Laufzeit. Die Verwaltungsgebühr beträgt 0,7 Prozent p.a. 

Barrier Reverse Convertible auf Tesla Motors (ISIN: CH0227570410)

Der Barrier Reverse Convertible von Julius Bär stellt aktuell eine Gewinnchance von 18,4 Prozent oder annualisiert 23,2 Prozent in Aussicht. Die Barriere liegt bei 141,50 Dollar und damit rund 30 Prozent unter dem aktuellen Niveau. Die Laufzeit endet am 19. März 2015.

Multi Barrier Reverse Convertible auf BYD/Tesla Motors (ISIN: CH0242037247)

Am 26. Mai emittierte Leonteq das neue Multi-Produkt. Der Barrier Reverse Convertible ist mit einem Coupon von 15 Prozent p.a. und einem Risikopuffer von 45 Prozent ausgestattet. Zudem bietet das Papier eine Währungssicherheit, Stichwort Quanto-Mechanismus.

Index-Zertifikat auf den Solactive-E-Power-Automobil-Index (ISIN: DE000DB3TXQ5)

Der Tracker der Deutschen Bank bildet die Wertentwicklung des Basiswertes eins zu eins nach. In diesem Index befinden sich derzeit vier Unternehmen, die aber auf insgesamt 15 Titel ausgeweitet werden können. Die Managementgebühr liegt bei jährlich 1,5 Prozent, im Gegenzug werden Dividenden angerechnet.

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