So macht Börse Spass! Während der SMI in der vergangenen Woche leicht nachgegeben hat und die Performance des Index YTD – «year to date», seit dem Jahresanfang – von -9,6 auf -9,8 Prozent nach unten gerutscht ist, hat das automatisiert vom Researchhaus thescreener.com für stocksDIGITAL geführte Musterdepot deutlich zugelegt. Die Performance YTD ist dabei von -3,8 auf -1,3 Prozent gestiegen, dadurch verbessert sich die Outperformance des Portfolios in diesem Jahr stark von 5,8 auf 8,5 Prozentpunkte.

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Bevor wir jetzt auf die absoluten Überflieger der letzten Tage eingehen, kurz zum einzigen Wochenverlierer im Depot: VZ Holding. Weltbewegende Unternehmensnews sind zwar aus der Firmenzentrale des Finanzdienstleisters aus Zürich nicht gekommen, doch die Gewinnmitnahmen nach der Präsentation der Jahreszahlen Ende Februar setzen sich nun weiter fort. Die Aktie des Vermögensexperten macht es jetzt aber auch wirklich spannend, notiert der Titel doch genau an der unteren Begrenzungslinie seines Aufwärtstrends. Risikofreudige Anleger steigen ein und setzen auf einen raschen Rebound des Titels nach oben.

Bobst – die Aktie notiert auf einem Siebenjahreshoch

Während die meisten anderen Titel im Depot auf Wochensicht stagnierten oder leicht zulegen konnten, gab es zwei Top-Performer. Bei Sunrise und Bobst sind die Kurse in den letzten Tagen regelrecht explodiert.

Beim Spezialisten für Kartonverpackungsmaschinen wirken offensichtlich die Anfang März veröffentlichten Jahreszahlen noch fort, und nach dem Sprung der Aktie über die 50-Franken-Marke ist der Kurs nicht mehr zu stoppen. Ganz schnell ging es bei Bobst nun um weitere 10 Prozent nach oben auf ein neues, annähernd ein Siebenjahreshoch. Nachdem nun die psychologische Marke genommen und das höchste Kursniveau seit September 2008 erreicht worden ist, könnten auch ganz schnell Kurse um 60 Franken drin sein.

Sunrise – Dividende 4,6 Prozent für 2015 ...

Auf den höchsten Stand seit August zog es die Aktie von Sunrise, infolge der vor einer Woche präsentierten Jahreszahlen. Dabei hat es im vergangenen Jahr bei der zweitgrössten Telefongesellschaft am heimischen Markt nicht nur ein Minus von 4,8 Prozent gegeben, das zu einem Umsatz von 2,0 Milliarden Franken führte, sondern im vierten Quartal sogar ein Schrumpfen der Erlöse um 7,3 Prozent. Grund waren neben dem starken Franken fallende Roamingtarife, ein Rückgang im Prepaidgeschäft und Effekte aus dem Produktsortiment.

Trotz dieser Einbussen wirkte die Ergebnisentwicklung positiv auf die Stimmung der Anleger. Es gab zwar einen Verlust von 113 Millionen Franken, doch bereinigt um die Kosten des Börsengangs einen Gewinn von 45 Millionen Franken. Zudem winkt eine Dividende von 3.0 Franken – Rendite 4,6 Prozent.

... und noch mehr Geld im nächsten Jahr

Neben der hohen Dividende schien offensichtlich auch der Ausblick Anleger zu befriedigen. Denn im laufenden Jahr soll der Umsatz zwar weiter auf rund 1,9 Milliarden Franken fallen, doch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll dabei mit 600 bis 620 Millionen Franken in etwa das Vorjahresniveau von 627 Millionen Franken erreichen. Und vor allem: Die Dividende soll weiter steigen. Für 2016 kündigt der Telekom-Konzern eine Ausschüttung zwischen 3.24 und 3.36 Franken an. Mit einer Rendite von bis zu 5,2 Prozent dürfte Sunrise weiterhin auf der Kaufliste von Investoren stehen.