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Bondskäufe der EZB: Wie Anleger mitverdienen

Credit Suisse: Die Bank emittiert ein Zertifikat auf die Gewinner der Geldschwemme. Keystone

Der angekündigte Aufkauf von Staatsbonds durch die EZB gilt als Treiber der jüngsten Aktienrally. Mit einem Tracker-Zertifikat können Anleger geballt auf die Profiteure der Geldschwemme setzen.

Von Wolfgang Hagl
am 05.02.2015

Szenario Gesamtmarkt Bis zum Mittwochabend schien die Aufholjagd des SMI ungebremst weiterzugehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Leitindex mehr als die Hälfte der nach dem überraschenden Ende des Euro-Mindestkurses eingefahrenen Verluste wieder wettgemacht. Die 20 Blue Chips trennten nach der Erholungsrally weniger als 50 Punkte von der bei 8655 Zählern verlaufenden 200-Tage-Linie. Am Donnerstagvormittag setzte der Index jedoch zunächst zurück. Mit Swatch und ABB hatten zwei Unternehmen mit den Zahlen für 2014 die Erwartungen verfehlt. Zudem hat Swisscom einen enttäuschenden Ausblick abgegeben. Gleichwohl kann dieser Dämpfer dem dynamischen Chartbild des SMI kaum etwas anhaben.

Das Produkt Mit einem Long Mini-Future (ISIN CH0239103416) können Anleger darauf setzen, dass der Leitindex rasch die nächste Stufe seiner Aufholjagd zünden und den Ausbruch über den skizzierten gleitenden Durchschnitt schaffen wird. Das UBS-Derivat nimmt mit einem Hebel von aktuell 9,6 an steigenden Kursen des SMI teil. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Stop-Loss bei 7790,05 Punkten. Sollte der Basiswert diese Marke touchieren, würde der Mini-Future vorzeitig auslaufen, und die Produktinhaber könnten nur noch mit einem kleinen Restwert rechnen. Insofern drohen überproportionale Verluste, sobald den Bullen die Kraft ausgeht und die Kurse nach unten drehen.

Bondskäufe – ein Aktienkorb mit Gewinnern der Geldflut

Szenario Einzelwert Seit sich die Europäische Zentralbank (EZB) am 22. Januar für den gross angelegten Kauf von Staatsanleihen entschieden hat, ist auf dem alten Kontinent ein regelrechter «Run» auf die Anlageklasse Aktien zu beobachten. Selbst der besonders breit aufgestellte STOXX Europe 600 avancierte auf das höchste Niveau seit Ende 2007. Fieberhaft machen sich Analysten und Investoren nun auf die Suche nach Titeln, die besonders stark vom Quantitative Easing, kurz QE, der EZB profitieren könnten.

Das Produkt Eine Stimmung, die auch die Anbieter von strukturierten Produkten auf den Plan ruft. Neben Julius Bär lanciert die Credit Suisse ein Tracker-Zertifikat (ISIN CH0262491142) auf mögliche Nutzniesser der Liquiditätsschwemme. Im zugrunde liegenden Basket sind 14 Banken und Zykliker enthalten. Mit acht Aktien ist Deutschland am stärksten gewichtet. Unter anderem ist die Wahl auf die Commerzbank, den Autobauer Daimler sowie auf den Gesundheitskonzern Fresenius gefallen. Frankreich ist mit den drei Finanzvaloren Axa, BNP Paribas und Société Générale in diesem Korb vertreten. Hinzu kommen Titel aus Italien (Telecom Italia), Spanien (Intesa Sanpaolo) sowie aus den Niederlanden (ING). Die Credit Suisse bietet das in Euro denominierte Partizipationsprodukt bis zum 12. Februar zur Zeichnung an. Eine Woche später startet der Handel an der SIX. Die Laufzeit endet nach zwei Jahren.

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