Das Umfeld für die Kapitalmärkte ist derzeit alles andere als ruhig – Unsicherheitsfaktoren, weltweit, bringen viele Anleger um einen ruhigen Schlaf. Auf der einen Seite China, dessen Wirtschaftswachstum abflaut, auf der anderen Seite die USA, welche einen neuen Zinszyklus einläuten möchten. Daneben stehen Neuwahlen in Griechenland an, die, je nach Ausgang, den europäischen «Finanzfrieden» erneut stören könnten. Oben drauf kommen noch geopolitische Krisenherde wie Ukraine oder Syrien.

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Dass sich infolge dieser Nachrichtenlage die Aktienmärkte derzeit volatil seitwärts bewegen, wundert kaum. Dennoch sehen viele Experten vor allem an Europas Börsen Chancen. «Die Eurozone bleibt insgesamt auf Erholungskurs», sagt Anna Stupnytska, Volkswirtin bei Fidelity. Damit das auch so bleibt, überlässt die Europäische Zentralbank EZB nichts dem Zufall. An der letzten Notenbanksitzung hat Chef Mario Draghi bereits weitere Liquiditätsmassnahmen in Aussicht gestellt. Es könnte jetzt also genau die richtige Zeit sein, um mit Bonus-Zertifikaten am Markt zu agieren. Denn diese Papiere erlauben im klassischen Fall eine teilgeschützte Partizipation nach oben und ermöglichen gleichzeitig eine Bonus-Rendite bei einer Kursstagnation. Allerdings kommt es auf die genaue Ausgestaltung an. Denn die Emittenten bieten diesen Klassiker mittlerweile mit verschiedenen Features.

Europa-Wetten mit und ohne Hebel …

Ein interessanter Klassiker auf den EURO STOXX 50 ist in der Vontobel-Palette zu finden. Das Bonus-Zertifikat (ISIN CH0241732871) ist im März dieses Jahr emittiert worden und läuft noch bis Mitte Juni 2016. Sollte der europäische Leitindex in dieser Zeit steigen, nimmt das Produkt eins zu eins daran teil – und das ohne Limit. Auch für den Fall, dass der Index auf dem aktuellen Niveau stagniert, gehen Anleger nicht leer aus. Dann sorgt die Bonus-Zahlung von derzeit 10,2 Prozent p.a. für eine positive Rendite. Diese wird sogar noch durch einen Risikopuffer von knapp einem Viertel geschützt.

Ein deutlich höheres Tempo legt das frisch am Markt erhältliche Outperformance-Bonus-Zertifikat (ISIN CH0252332231) der Credit Suisse vor. Kurssteigerungen im EURO STOXX 50 hebelt das Papier mit dem Faktor 1,2. Die Barriere befindet sich bei 2567 Punkten und damit um rund einen Fünftel unter dem aktuellen Indexstand. Für beide Produkte gilt: Sollte die Schutzschwelle während der Laufzeit verletzt werden, schaltet sich der Bonusmechanismus ab, die Hebelfunktion beim Outperformance-Bonus-Zertifikat bleibt oberhalb des Strikes allerdings bestehen.

… und eine ganz tiefe Barriere

Ebenfalls für positiv gestimmte Anleger, die mittelfristig mit einem Aufwärtstrend in Europa rechnen, ist das Bonus-Zertifikat (ISIN CH0222948736) der UBS gemacht. Das bereits vor zwei Jahren emittierte Produkt weist zwar keine Bonus-Rendite mehr auf, partizipiert aber uneingeschränkt an Kursavancen des Index.

Das Besondere bei diesem Produkt ist, dass es über eine hohe Sicherheit verfügt: Erstens liegt die Barriere um mehr als 50 Prozent vom derzeitigen Niveau entfernt und zweitens ist die Schwelle aufgrund der «European Knock-out»-Struktur nur beim Schlussfixing aktiv. Während der Laufzeit, welche im September 2017 endet, hat der Basiswert somit freien Lauf.

Neuer Auto-Basket – vom Top-Wert profitieren

Der Wirtschaftsaufschwung in Europa hat auch den Autosektor erfasst. Während der Zukunftsmarkt China zur Schwäche neigt, ziehen die Verkäufe auf dem alten Kontinent spürbar an. So konnte beispielsweise BMW die Delle im Reich der Mitte im August in Europa mehr als wettmachen und erzielte insgesamt mit einem Absatzplus von 7,2 Prozent eine neue Bestmarke in diesem Sommermonat. Dieses Kunststück gelang auch der VW-Tochter Audi. Noch eine Spur besser läuft es derzeit bei Daimler, die mit ihrer Luxus-Marke Mercedes-Benz sogar noch in China erfolgreich ist. Interessant ist beim Stuttgarter Konzern zudem, dass er gerade mit dem chinesischen Partner BAIC über dessen Einstieg bei Daimler verhandelt.

Aktuell präsentieren sich die drei deutschen Autobauer BMW, Daimler und VW an der IAA 2015. Anleger, die sich nicht sicher sind, welche Aktie in Zukunft auf der Überholspur fahren wird, bekommen mit einem neuen Produkt von Leonteq eine gute Hilfestellung. «Das neue ‹Best-of›-Bonus-Zertifikat nimmt Anlegern die Entscheidung ab, weil sie damit bei einem stabilen Kursverlauf auf die beste Aktie setzen», erklärt Manuel Dürr von Leonteq. Anders als beim üblichen «Worst-of»-Ansatz, wo immer der schwächste Titel über die Rendite entscheidet, orientiert sich die Performance beim «Best-of» am Gewinner des Trios. «Anleger setzen stets auf die Aktie mit der besten Kursentwicklung, sofern keiner der Basiswerte während der Laufzeit die Barriere berührt oder unterschreitet», sagt Derivate-Experte Dürr. Die Barriere befindet sich bei 69 Prozent der Startwerte und bietet dadurch einen komfortablen Sicherheitsairbag.