Das vom Researchhaus thescreener.com automatisiert für stocksDIGITAL geführte Musterdepot ist weggetaucht und hat in einer Woche 2,7 Prozentpunkte verloren. Noch schlimmer hat es allerdings den SMI erwischt. Das Minus des schweizerischen Leitindex lag in den letzten Tagen bei 4,2 Prozentpunkten. Immerhin: Die Outperformance des Depots YTD – «year to date», seit dem Jahresanfang – ist in diesem katastrophalen Marktumfeld von 0,6 auf 2,1 Prozentpunkte gestiegen.

Während die meisten Titel im Depot mehr oder weniger geringe Verluste ausweisen, hat es die Aktie von Galenica dabei regelrecht zerlegt. Dabei ging es mit dem Kurs des Gesundheitskonzerns ganz schnell um rund 10 Prozent nach unten.

Belimo und Bossard ersetzen Ypsomed und Temenos

Allerdings: Nachdem sich die Aktie des SPI-Mitglieds in den letzten zwölf Monaten verdoppelt hat, wären da Gewinnmitnahmen keine Überraschung. Das Eis ist hier natürlich entsprechend dünn. Immerhin könnten die Umsatzzahlen, die am 21. Januar präsentiert werden, wieder etwas Ruhe in den Kursverlauf bringen. Nebst zu dieser schwachen Entwicklung im Portfolio ist es in der vergangenen Woche auch zu zwei Neuzugängen im Depot gekommen: Belimo und Bossard sind reingekommen, Ypsomed und Temenos sind rausgefallen.

Beim Anbieter von elektrischen Antrieben für die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik hat es zwar keine aktuellen Zahlen gegeben, aber die Perspektiven sind vielversprechend. Das Unternehmen profitiert von Trends wie Urbanisierung und Energieeffizienz, mittelfristig sind da schöne Steigerungen zu erwarten. Kurzfristig spricht für die Aktie ihre relative Stärke. Denn während der SMI seit dem Jahresanfang um fast 10 Prozent im Minus liegt, hat Belimo nur rund 5 Prozent an Wert verloren.

Anzeige

Bossard – Anleger warten auf die Zahlen vom 2. März

Die zweite Neuaufnahme, Bossard Holding, hat vor wenigen Tagen seine Zahlen zum Umsatz 2015 bereits präsentiert. Und die waren nicht schlecht. Der Spezialist für Verbindungssysteme steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 6,2 Prozent auf 656,3 Millionen Franken. Bereinigt um negative Währungseffekte kletterten die Erlöse sogar um 10,1 Prozent. Besonders gut lief es dabei in Amerika, mit einem Plus von 36,2 Prozent, das zu einem Umsatz von 166,2 Millionen Franken führte. Wie die Entwicklung auf der Gewinnseite war, erfahren Anleger allerdings erst an der Medien- und Analystenkonferenz vom 2. März.