Szenario Gesamtmarkt Der SMI hat sich mit viel Schwung aus der Osterpause zurückgemeldet. Zunächst kletterte er schon Anfang der Woche über den Widerstand bei 9250 Punkten und notiert jetzt nur noch minimal unter dem Achtjahreshoch vom März. Aus fundamentaler Sicht rückt nun nach und nach die Quartalssaison in den Mittelpunkt des Geschehens. Im SMI macht Givaudan am 10. April mit der Präsentation ihrer Ergebnisse den Anfang im Zahlenreigen. Genau eine Woche später publizieren Nestlé und Syngenta ihre Verkaufserfolge für den Zeitraum Januar bis März.

Das Produkt Sollte die Zahlenflut den SMI weiter nach oben schieben, könnte ein Call-Warrant (ISIN CH0245303653) der ZKB seine Wirkung entfalten. Da der Strike bei exakt 9200 Punkten liegt, notiert das kurz vor Weihnachten fällige Derivat bereits im Geld, bietet aber immer noch einen hohen Hebel von 9,3. Sollten die Blue Chips aber an Wert verlieren, würde der Warrant überproportional nachgeben, zumal auch der Zeitwertverlust am Kurs des Produkts zerrt.

Daimler legt ein hohes Tempo vor

Szenario Einzelwert Die Euro-Abwertung, gepaart mit dem deutlich tieferen Ölpreis, schob im ersten Quartal europäische Autoaktien an. Das gilt auch für Daimler: Im bisherigen Jahresverlauf verteuerte sich das DAX-Mitglied um knapp einen Viertel. Die jüngsten Absatzzahlen der Stuttgarter passen zu diesem Bild. Der Konzern setzte von Januar bis März knapp 430'000 Fahrzeuge ab. Damit übertraf Daimler den Rekordwert des vergangenen Jahres um 14,8 Prozent. An der Börse legte die Aktie kurzfristig dennoch den Rückwärtsgang ein. Gegenüber dem Top von Mitte März bei 96,07 Euro büsste der Blue Chip einen Zehntel ein. Zuletzt drehte die Notierung jedoch genau an der 55-Tage-Linie wieder nach oben. Da das Chartbild die starken Avancen von Anfang Jahr mittlerweile verarbeitet haben dürfte, könnte es von diesem gleitenden Durchschnitt aus zu einer Fortsetzung der Rally kommen.

Anzeige

Das Produkt Von einem solchen Rebound würde ein Faktor-Zertifikat (ISIN DE000CM2G2D7) profitieren. Das Commerzbank-Produkt bildet die tägliche Kursentwicklung der Daimler-Aktie mit einem konstanten Hebel von drei ab. Anders als bei klassischen Warrants spielt die implizite Volatilität des Basiswertes dabei keine Rolle. Dieser Umstand ändert aber nichts an den Risiken der Struktur. Falls Daimler im Rückwärtsgang bleibt, drohen hohe Verluste.